Seit Februar ist Hauke Seydler neuer Referent im Fachbereich Rinderhaltung im Lehr- und Versuchszentrum in Futterkamp. Bis vor Kurzem hat er einen Betrieb mit Ackerbau und Rinderhaltung im Kreis Plön bewirtschaftet, der nun an die nächste Generation übergehen soll.
Bei der Kammer werden Sie unter anderem Unterricht im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung geben. Was können die jungen Menschen von Ihnen lernen?
Hauke Seydler: Durch meine langjährige Erfahrung kann ich ihnen nicht nur das theoretische Wissen vermitteln, sondern auch praktische Kenntnisse näherbringen. Wir hatten auch immer Auszubildende, daher ist mir der Umgang mit jungen Menschen vertraut und wichtig.
Wie wichtig ist die Kammer, in Ihrem Fall das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp, für die Betriebe?
Die Ergebnisse der Versuche tragen dazu bei, die Haltung und Leistungsfähigkeit in der Milchviehhaltung zu verbessern. Die Möglichkeit in der überbetrieblichen Ausbildung Theorie und Praxis in einem Lehrgang anzubieten, ist eine gute Ergänzung zur Ausbildung auf den Betrieben und dem Unterricht in den Berufsschulen.
Sie haben mit über 50 Jahren noch einmal den Beruf gewechselt. Andere denken da schon an Rente. Sind Sie ein extrem flexibler Mensch, oder sind Landwirte Ihrer Meinung nach im Allgemeinen anpassungsfähig und haben Lust auf Neues?
Landwirte müssen sich ständig neuen Gegebenheiten anpassen. Wir haben uns als Familie entschieden, dass ich mich im Zuge der Hofnachfolge aus der täglichen Arbeit zurückziehe und mein Nachfolger mehr Verantwortung übernimmt. Da ich immer gern als Ausbilder tätig war, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, dies als meinen neuen Arbeitsschwerpunkt anzunehmen. Ich freue mich auf die neuen Erfahrungen, die ich dabei sammeln kann.




