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Blütensträucher und Stauden kombinieren

Bunte Blickfänge
Von Karin Stern
Die blauen Blüten der Bartblume fügen sich toll ins Herbstbeet ein. Der Halbstrauch kann im Winter zurückfrieren. Foto: Karin Stern

Die Kombination von Stauden und Blütensträuchern wird in der Gartenplanung mitunter vernachlässigt. Dabei geben Ziersträucher eine wunderbare Kulisse für Stauden ab und werden zum attraktiven Blickpunkt im Garten. Die Auswahl an Blütensträuchern ist so groß, dass sich vom Frühjahr bis zum Spätsommer blühende Akzente setzen lassen.

Als Frühblüher passt die Glockenhasel toll zu Lenzrosen. Foto: Karin Stern

Beginnen wir doch gleich mit den leuchtenden Farben des Frühlings. Das intensive Rot der Zierquittenblüten (Chaenomeles x superba) passt hervorragend zu gelb blühendem Steinkraut (Alyssum saxatile) und der Rosa Gänsekresse ‚Hedi‘ (Arabis x arendsii). Eine weitere hübsche Frühlingskombination besteht aus dem gelb blühenden Ranunkelstrauch (Kerria japonica), Tränendem Herz (Dicentra spectabilis), Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) und der Jakobsleiter (Polemonium). Tipp: Ranunkelstrauch ‚Pleniflora‘ punktet mit einer dicht gefüllten Blüte und einer maximalen Wuchshöhe von 2 m. Der Sommerflieder ‚Black Night‘ (Buddleja davidii) ist im sommerlichen Blütengarten schon fast unverzichtbar. Seine dunkelvioletten Blütenrispen ziehen Schmetterlinge in Scharen an. Ein hübscher Kontrast ergibt sich mit den gelben Blüten von Mädchenauge ‚Early Sunrise‘ (Coreopsis grandiflora).

Wer eine niedrigere und einfach blühende Sorte bevorzugt, pflanzt ‚Zagreb‘ (Coreopsis verticillata). Toll passen auch die rubinrote Sonnenbraut ‚Baudirektor Linne‘ (Helenium-Hybride) und Sonnenhut ‚Goldsturm‘ (Rudbeckia fulgida var. sullivantii). Eher selten zu sehen ist der Hänge-Schmetterlingsflieder (Buddleja alternifolia). Sein lavendelblauer, überhängender Blütenregen bildet eine schöne Kulisse für Lavendel (Lavandula angustifolia) und die rosa blühende Sterndolde ‚Elmblut‘ (Astrantia major).

Ausgezeichnete Höhenstaffelung mit Etagenprimel, Farn und Rhododendron. Foto: Karin Stern

Für sommerliche Blüten an sonnigen Standorten sorgen Deutzie, Weigelie und Pfeifenstrauch. So passen die gefüllten Blüten der Deutzie ‚Plena‘ (Deutzia scabra) ausgezeichnet zu Storchschnabel ‚Biokovo‘ (Geranium cantabrigiense), dunkelblau blühendem Rittersporn (Delphinium) und den zartblauen Blüten der Pfirsichblättrigen Glockenblume ‚Blue Boo­mers‘ (Campanula persicifolia). Tipp: Die Stauden nicht zu dicht an die Deutzie setzen, da sich ihre Wurzeln dicht unter der Erdoberfläche ausbreiten. Eine fröhlich-bunte Sommerstimmung schafft die Kombination von Margerite ‚Beethoven‘ (Leucanthemum-maximum-Hybride), Pracht-Storchschnabel ‚Rosemoor‘ (Geranium x magnificum) und violett blühender Lupine ‚Camelot Blue‘ (Lupinus polyphyllus) mit dem dunkelrosafarbenen Flor der Weigelie ‚Purpurea‘ (Weigela florida). Die stark duftenden Blüten des Pfeifenstrauchs ‚Dame Blanche‘ (Philadelphus) arrangiert man am besten mit weißem und rosafarbenem Staudenphlox (Phlox paniculata), rosa Flockenblume (Centaurea dealbata) und den Katzenminzen ‚Grog‘ oder ‚Superba‘ (Nepeta racemosa). Deren blauviolette Blüte vervollständigt das Arrangement. Tipp: Den Pfeifenstrauch alle zwei bis drei Jahre nach der Blüte stark auslichten, dann bleibt er blüh­freudig.

Schneeball-Hortensie ,Annabelle‘ und ihre weißblühenden Begleiter wirken edel. Foto: Karin Stern
Hortensie, Dahlie und Schmuckkörbchen sorgen für ein wahres Blütenfeuerwerk. Foto: Karin Stern

Doch auch in schattigen Bereichen lassen sich Sträucher und Stauden zu tollen Blickfängen zusammenstellen. Hier ergeben sich unendlich viele Kombinationen mit den großen, weißen Blüten der Ballhortensie ‚Annabelle‘ (Hydrangea arborescens). Möglich wird dies dank ihrer langen Blütezeit von Ende Juni bis Anfang September. So bieten sich Sommer- und Herbsteisenhut gleichermaßen als Pflanzpartner an. Aconitum napellus streckt seine blauen Blüten von Juni bis Juli in bis zu 120 cm Höhe. Für Ton-in-Ton-Effekte sorgt die weiß blühende Sorte ‚Album‘. Herbsteisenhut ‚Arendsii‘ (Aconitum carmichaelii) wächst sogar noch etwas höher. Seine Blüten öffnen sich von September bis Oktober. Eine wunderschöne Ergänzung sind die früh blühende Herbst-Anemone ‚Praecox‘ (Anemone hupehensis) oder die Prachtspiere ‚Amethyst‘ (Astilbe-arendsii-Hybride) mit ihren violettrosafarbenen, schlanken Blütenrispen. Wenn sich deren Flor langsam verabschiedet, öffnen sich die Blüten der China-Astilbe ‚Finale‘ (Astilbe-chinensis-Hybride).

Wer Stauden und Sträucher miteinander kombinieren möchte, sollte auf einen ausreichenden Pflanzabstand achten. Zu berücksichtigen ist die Wuchsbreite der Sträucher in einigen Jahren. Man setzt die Stauden in entsprechendem Abstand oder pflanzt sie in zwei, drei Jahren wieder um. Pflanzlücken lassen sich ganz unkompliziert mit Einjährigen und Zwiebelblumen schließen.

Die rotblättrige Fasanenspiere bildet einen schönen Hintergrund für Pfingstrosen und Phlox. Foto: Karin Stern
Die beeindruckende Rose wirkt mit ihren Begleitern gleich nochmal so schön. Foto: Karin Stern
Die gelben Früchte der Gewöhnlichen Pimpernuss (Staphylea pinnata) passen farblich prima zur Blüte des Frauenmantels. Foto: Karin Stern
Die einjährigen Gewürztagetes zu Füßen der Hortensie blühen unermüdlich bis zum Frost. Foto: Karin Stern
Der Japanische Blumen-Hartriegel ,Satomi‘ wurde hier mit Kerzen-Goldkolben und Funkie kombiniert. Foto: Karin Stern
Die verschiedenen Arten des Blumen-Hartriegels bieten auch Varianten fürs Staudenbeet. Foto: Karin Stern


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