Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) setzen ihr langfristiges Biodiversitätsmonitoring in Naturwäldern fort.
Im Naturwald Guttauer Gehege der Försterei Kellenhusen wurde aktuell eine weitere Erhebungsrunde abgeschlossen. „Die Waldökologinnen und -ökologen der NW-FVA dokumentieren dabei präzise vorhandene Baumarten, Waldstrukturen, Mikrohabitate und das für viele Organismen unverzichtbare Totholz“, berichtet Udo Harriehausen, Abteilungsleiter Naturschutz bei den SHLF.
Der aktuelle Messpunkt in Kellenhusen ist einer von insgesamt 36 Standorten zwischen Glücksburg im Norden und Trittau im Süden, die regelmäßig und nach einem einheitlichen Verfahren untersucht werden. Jeder dieser Punkte wird im Fünfjahresrhythmus erneut aufgenommen. Dies schafft so eine belastbare Datengrundlage für langfristige Vergleiche und Erkenntnisse. Bereits im Sommer hatten die Fachleute unter anderem in der Försterei Glücksburg der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten umfassende Artenkartierungen vorgenommen. „Dabei wurden systematisch Fledermäuse, Vögel, ausgewählte Arthropoden und Pilze erfasst. Moderne Methoden wie Audiologger, deren Aufnahmen mithilfe Künstlicher Intelligenz ausgewertet werden, ermöglichen den Nachweis auch schwer zu beobachtender oder nachtaktiver Arten“, erzählt Harriehausen.
Fazit
Ziel des langfristigen Monitorings ist es, belastbare Aussagen über die Entwicklung der Biodiversität, den Einfluss des Klimawandels und strukturelle Veränderungen in Wäldern mit natürlicher Dynamik zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen zukünftig auch dazu beitragen, die naturnahe Bewirtschaftung, integrativen Waldnaturschutz sowie eine klimaresiliente Entwicklung der Wirtschaftswälder weiter zu stärken.




