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Bildung, Ball und Bunker in Berlin

Der Landjugendverband auf der Grünen Woche
Von Paul Weniger
Paul Weniger und Sören Schatt (2. und 3. v. li.) aus dem Landesvorstand übernahmen die Reiseleitung der Fahrt zur Grünen Woche nach Berlin. Foto: ljv

Mitte Januar ging es für uns, Sören Schatt und Paul Weniger aus dem Landjugend-Vorstand, Richtung Verbandsgeschäftsstelle nach Rendsburg. Dort sollte die Busfahrt zur Grünen Woche starten. Zum ersten Mal waren wir als Reiseleitung für den Landesbus eingesetzt und entsprechend gespannt, was uns erwarten würde.

Um letzte Vorbereitungen treffen zu können, waren wir bereits um kurz vor 7 Uhr vor Ort. Musikbox, Wasserkisten, Unterlagen und die „Goody-Bags“ für die Mitreisenden wurden nach draußen geräumt, damit wir gut vorbereitet die Fahrt starten konnten. Nach und nach trafen die mitreisenden Landjugendlichen ein. Anwesenheitslisten wurden kontrolliert, Koffer in den Bus geschleppt und Schapptüch artgerecht verstaut. Nachdem der Bus angekommen war und alle Sachen ihren Platz gefunden hatten, konnten die Reiselustigen um kurz nach 8 Uhr voller Vorfreude die Fahrt Richtung Berlin antreten. Doch nicht nur in Rendsburg sammelten wir Landjugendliche ein: Auch in Wasbek und Barsbüttel wurde haltgemacht, sodass sich die Reisegruppe nach und nach komplettierte.

Sören Schatt (li.) mit Marlies Muxfeldt (2. v. r.) und Mirco Engelbrecht aus dem Landesvorstand beim gemeinsamen Bild mit LandFrauenpräsidentin Claudia Jürgensen Foto: ljv

Nachdem die letzten Mitfahrenden zugestiegen waren, folgte eine offizielle Begrüßung durch die Reiseleitung. Wir gaben einen groben Überblick über das Programm und baten anschließend jedes Landjugendmitglied nach vorn. Dort stellte sich jeder kurz vor, füllte die Listen aus und erhielt die Tickets für Messe, Feten und Ball sowie die Goody-Bag. Auch die Zimmeraufteilung wurde während der Busfahrt finalisiert und mit allen geteilt. Damit stand einem gelungenen Aufenthalt in Berlin nichts mehr im Wege. In einer längeren Pause nutzten wir die Zeit für ein Gruppenfoto. Außerdem hielten wir Rücksprache mit den Reiseleitungen der anderen Busse und teilten den Live-Standort, sodass jederzeit ersichtlich war, wie weit die jeweiligen Gruppen bereits gekommen waren. In Berlin angekommen, ging es für uns zunächst um den Check-In im Hotel.

Alle Landjugendlichen aus Schleswig-Holstein fuhren am Abend mit drei eigens gecharterten Bussen zur großen Fete des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Als Reiseleitung lag es in unserer Verantwortung, die Busbänder an die anderen Reiseleitungen zu verteilen und sicherzustellen, dass auch wirklich jeder im richtigen Bus saß. Die Party bildete einen krachenden Abschluss unseres ersten Tages auf der Grüne-Woche-Fahrt.

Der Sonntag führte uns zur offiziellen Messe. Dort wartete eine schier überwältigende Menge an bunten Ständen, aber auch viele bekannte Gesichter, unter anderem aus befreundeten Verbänden wie Niedersachsen. Zuvor besuchten wir die Jugendveranstaltung des BDL mit Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), wo die Gewinner des Berufswettbewerbs noch einmal geehrt wurden. Auch die BDL-Bundesvorsitzenden Theresa Schmidt und Lars Ruschmeyer waren moderierend vor Ort. Das anschließende Theater der Rheinischen Landjugend wusste die Zuschauer ebenfalls zu begeistern.

So verging auch dieser Tag wie im Flug. Während sich der eine oder andere noch eine Mütze Schlaf gönnte, begannen andere mit den Vorbereitungen für die abendliche Niedersachsenfete, die wir später mit unserem Bus besuchten. Im Vorfeld konnte jeder Landjugendliche selbst entscheiden, an welcher Abendveranstaltung er teilnehmen wollte – schließlich sind drei Abende voller Feierei nicht für jeden etwas.

Beeindruckende, aber auch beklemmende Eindrücke gab es während einer Bunkerführung in den Berliner Unterwelten. Foto: Paul Weniger

In die spannenden Berliner Unterwelten ging es für uns am Montag. Auch aus den anderen Bussen schlossen sich Interessierte an, und mit über 20 Landjugendlichen erfuhren wir, wie die Berliner Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs evakuiert wurde oder in unterirdische Bunker floh. Die Führung war beeindruckend, aber auch stellenweise beklemmend.

Der abschließende festliche BDL-Ball stand am Abend auf dem Programm. Spätestens hier kam die festliche Abendgarderobe zum Einsatz. Um den anderen Verbänden zu zeigen, wie stark Schleswig-Holstein vertreten war, legten wir Fähnchen aus und machten auf der Tanzfläche ein Gruppenbild mit allen Landjugendlichen, inklusive großer Schleswig-Holstein-Flagge. Bei Tanz, Spaß und ausgelassener Stimmung ging dieser Abend mit vielen neuen Erfahrungen und Kontakten zu Ende. Am nächsten Morgen hieß es bereits Kofferpacken. Nachdem sichergestellt war, dass auch wirklich niemand in Berlin zurückgeblieben war – denn auch das soll es schon gegeben haben –, traten wir die Heimreise an.

An den jeweiligen ­Haltestellen wurden die Landjugendlichen verabschiedet. In Rendsburg angekommen, räumten wir den Bus aus und brachten alles, was zur Geschäftsstelle gehörte, zurück. Anschließend machte sich auch die Reiseleitung erschöpft, aber zufrieden auf den Heimweg. Eine spannende Aufgabe mit vielen neuen Eindrücken und viel Verantwortung lag hinter uns – Erfahrungen, die nun das Portfolio unserer Tätigkeiten als Vorstandsmitglieder bereichern.

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