Die schleswig-holsteinische Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) war Ehrengast beim „Aalutsetten“ und erlebte dies gemeinsam mit den Fischerinnen und Fischern.
Auch der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, Schirmherr der „Aalutsetten“-Initiative, Niclas Herbst, Mitglied des Europäischen Parlaments (beide CDU), und Landespolitiker Dr. Ulf Kämpfer (SPD) verfolgten das Ereignis vom Wasser aus.
In diesem Jahr wurden insgesamt 869.000 Jungaale, davon 795.000 französische Glasaale und 74.000 vorgestreckte Aale (auf 5 g vorgemästete Glasaale), in der Schlei ausgesetzt. Die EU-Aalverordnung aus dem Jahr 2007 bildet die Grundlage für dieses Besatzprogramm, dessen Ziel die Erholung des europäischen Aalbestandes ist. Das Besatzprogramm begann 2010 mit 33.000 vorgestreckten Jungaalen.
Die Gesamtkosten betrugen in diesem Jahr 104.860 € inklusive Mehrwertsteuer. Öffentliche Mittel aus der Fischereiabgabe und dem Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds deckten 60 % der Kosten. Die restlichen 40 % der Kosten wurden über Spenden finanziert. Unterstützerinnen und Unterstützer können sogenannte Aal-Aktien erwerben, um die Besatzmaßnahmen zu fördern.
Eine Besonderheit des Programms an der Schlei ist das breite Bündnis hinter der Aktion. Fischerinnen und Fischer aus Schleswig, Arnis, Kappeln und Maasholm arbeiten dabei gemeinsam mit Anglerinnen und Anglern an der Schlei. Auch die Schlei-Gemeinden, Gastronomiebetriebe und Räuchereien, Fischerei- und Angelverbände, Fischereigenossenschaften, der Naturpark Schlei, Werften sowie zahlreiche Einzelpersonen unterstützen das Vorhaben und setzen sich mit dem gemeinsamen Besatzprogramm seit Jahren für den Aal in der Schlei ein.
Neben dem Aussetzen der Jungaale bot die Veranstaltung auch Raum für Gespräche über die Zukunft des Aals und die Fischerei auf der Schlei. Im Netzschuppen bei Aalspezialitäten informierte Niels Jepsen vom Institut für aquatische Ressourcen der Dänischen Technischen Universität (DTU) über das Kormoranmanagement in Dänemark. Ministerin Schmachtenberg berichtete, dass Schleswig-Holstein das Thema Kormoranmanagement erfolgreich bei der Agrarministerkonferenz (AMK) in Würzburg eingebracht habe. Die AMK sprach sich für ein europaweites Kormoranmanagement aus.



