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So teuer ist Agrarland in Schleswig-Holstein

Pachtpreise für Ackerland in Schleswig-Holstein. Quelle: Statistikamt Nord/Melund

Das Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) hat den Kauf- und Pachtpreisspiegel für Schleswig-Holstein für die Jahre 2019/2020 veröffentlicht. Die Auswertung erfolgt auf der Grundlage von Daten, die beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) im Zusammenhang mit der Genehmigung von Grundstückskaufverträgen oder mit angezeigten Pachtverträgen erhoben wurden.

Im Vergleich zum Kaufpreisspiegel 2018/2019 zeigt sich für Ackerflächen ein Preisanstieg von 2,6 % auf 36.437 €/ha. Im Vergleich zu 2015/2016, den Jahren des ersten Kaufpreisspiegels, beträgt der Anstieg 5,39 %. Deutlich über der Vorperiode liegt der Preisanstieg mit 17,6 % in der Eider-Treene-Niederung, in der Bredstedt-Husumer Geest (10,4 %) und in Nordoldenburg/Fehmarn (9,82 %). Dort wurden auch absolut die höchsten Preise für Ackerflächen bezahlt (54.914 €/ha). Deutliche Preisrückgänge für Ackerflächen gab es in Schwansen/Dänischer Wohl (–5,1 %) und in der Lauenburger Geest (–4,45 %).

Im Vergleich zu Ackerflächen fiel die Preissteigerung bei Dauergrünland (DGL) im Vergleich zur Vorperiode mit 5,7 % deutlicher aus (plus 14,47 % im Vergleich zu 2015/2016) auf durchschnittlich 19.088 €/ha. Überdurchschnittlich war der Preisanstieg in der hohen Geest (9,82 %), wobei dieser in der Eiderstedter Marsch mit 15,89 % besonders deutlich ausfiel. Nahezu unverändert blieb der Kaufpreis für DGL im Naturraum Hügelland und im Hamburger Ring kam es sogar zu einem Preisrückgang um 7,76 %.

Bei den Pachtpreisen für Ackerflächen wurde durch die durchschnittliche Steigerung in Höhe von 2,01 % auf 558 € in ganz Schleswig-Holstein wieder die Höhe erreicht, die die Pacht 2015/2016 hatte. In einigen Regionen gab es überdurchschnittliche Steigerungen, wie bei den Kaufpreisen in der Eider-Treene-Niederung (14 %) auf 611 €.

Die Pachtpreise für DGL stiegen im Vergleich zur Vorperiode landesweit um 3,02 % auf 341 €/ha. Dennoch ist im Vergleich zu 2015/2016 der Pachtpreis um 2,84 % gesunken. Daraus wird laut Melund deutlich, dass es in Schleswig-Holstein in den vergangenen fünf Jahren keinen pauschalen Pachtpreisanstieg für DGL gegeben hat. Überdurchschnittlich stiegen die Pachtpreise für DGL in der Eiderstedter Marsch (10,9 %) und in der Dithmarscher Marsch (10,45 %). Deutliche Preisrückgänge zeigten sich im ostholsteinischen Hügel- und Seenland (–13,65 %), in Schwansen/Dänischer Wohld (–4,3 %) und generell im Naturraum Hügelland (–2,58 %).

Das Melund weist darauf hin, dass belastbare Aussagen zu Preistrends anhand dieser Auswertung nur begrenzt möglich seien, da aufgrund des starren Bodenmarktes zum Teil je Region nur eine geringe Zahl von Verträgen geschlossen wurde, sodass Zufallsereignisse die Ergebnisse stark beeinflussen könnten. Melund

Pachtpreisspiegel 2019/2020

Kaufpreisspiegel 2019/2020

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