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Michaela Peschel und ihre Kolleginnen helfen Mädchen ab zwölf Jahren, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Aus ganz Schleswig-Holstein können sie hier anrufen oder per Videochat Unterstützung erhalten. Foto: Silke Bromm-Krieger

Klara* ist 18 Jahre alt. Total verliebt zog sie zu ihrem Freund Patrick*. Doch der fing auf einmal an, sie zu kontrollieren und zu schlagen. Das wollte sie sich nicht gefallen lassen, und so suchte sie Unterstützung im Autonomen Mädchenhaus Kiel. Schättruum hat mit Michaela Peschel, die hier seit 30 Jahren arbeitet, darüber gesprochen.

"Zum Glück wusste Klara von einer Freundin, dass es uns gibt. Wir helfen Mädchen und jungen Frauen, die in Not- und Krisensituationen von Gewalt bedroht oder betroffen sind, und beantworten ihre Fragen", erklärt Michaela Peschel. Sie war es auch, die ans Telefon ging, als Klara dort anrief. "Wir haben Schweigepflicht und hören dem Mädchen erstmal zu. Die Anruferin kann sicher sein, dass alles, was sie sagt, unter uns bleibt", betont die Diplom-Sozialpädagogin.

Klara erzählte der Beraterin, dass sie vor sechs Monaten aus der gemeinsamen Wohnung mit der Mutter und kleinen Schwester ausgezogen ist, um bei ihrer großen Liebe Patrick zu leben. Bei einer Fete hatten die beiden sich kennengelernt. Hals über Kopf war Klara nur wenige Wochen spä ter zu ihm in seine kleine Wohnung gezogen. Bloß weg von der psychisch erkrankten Mutter, die immer mehr Stress machte. "Da es oft Zoff mit der Mutter gab, hatte Klara das Gefühl, sie sei ihr egal. Sie fand keinen Halt in ihrer Familie, zum Vater bestand kein Kontakt. In Patrick hoffte sie endlich einen Menschen gefunden zu haben, der sie liebt, der für sie da ist und ihr zur Seite steht", blickt die Beraterin zurück.

Die ganze Geschichte lest ihr in der Bauernblattausgabe 47/2020 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

Weitere Infos findet ihr unter maedchenhaus-kiel.de

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