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Gesche Petersen mit Fohlen Orchidee Foto: Assia Tschernookoff

Dass Mädchen in Pferde vernarrt sind, ist nichts Außergewöhnliches. Warum aber begeistert sich ein kleines Persönchen wie Gesche Petersen ausgerechnet für die mächtigen Schleswiger Kaltblüter? Das hat sie uns bei einem Besuch auf ihrem Resthof in Leckfeld-Nord verraten

Auf dem Küchentisch steht ein frisch aufgebrühter Roiboostee und in der heißen Hexe flackert ein warmes Feuer. Freudig begrüßt uns Socke, ein Berner-Sennen-Golden-Retriever-Mix. "Er passt super hierher", wie uns Gastgeberin Gesche Petersen erklärt, "charakterlich ist er wie ein Schleswiger Kaltblutpferd, unheimlich gutmütig und immer leistungsbereit." Außer Hund Socke, zwanzig Kaninchen, fünf Thüringer Waldziegen und einem Pony leben auf ihrem Resthof in Nordfriesland fünf Schleswiger Kaltblüter. Hango und Merlin gehören ihrem Nachbarn Hans-Martin, Elegance und ihr Fohlen Orchidee ihrem Vater Gert und Mimi Muschel ist ihr Pferd. Weil alle drei Petersen heißen und niemand so recht auseinanderhalten kann, welches Pferd nun zu wem gehört, firmiert das Besitzertrio der Einfachheit halber unter Team Petersen.

"Die Tiere und der Hof sind mein Hobby", so die gelernte Landwirtin und milchwirtschaftliche Laborantin, die als Betriebshelferin und als einzige Frau eines fünfköpfigen Teams beim Maschinenring Südtondern arbeitet, "immer wenn Not am Mann beziehungsweise in meinem Fall an der Frau ist, springen wir ein und helfen aus." Die Einsätze auf den landwirtschaftlichen Betrieben reichen von einem Tag bis zu acht Wochen. Einen festen Arbeitsplatz hat sie nicht und sie muss sich immer auf neue Situationen einstellen. Gerade das macht ihr Spaß. Sie steht kurz vor Abschluss einer Ausbildung zur Agrarbetriebswirtin und ist schon ganz ungeduldig: "Am 16. Juni ist Prüfung, dann kann ich selbst Aufgaben eines Betriebsleiters übernehmen."

 

Mehr über Gesche lest ihr in der Bauernblattausgabe 11/2021 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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