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Malte inmitten seiner Strohschweine: Neben der Ausbildung zum Landwirt kümmert er sich täglich auch um seine eigenen Tiere. Foto: Julian Haase

Schweine im Stroh? Bei Malte Suder aus Sterup im Kreis Schleswig-Flensburg fühlen sich die neugierigen Vierbeiner sauwohl. Seit knapp zwei Jahren hält der 18-Jährige auf dem elterlichen Betrieb in Angeln zwischen zehn und 20 Tieren und vermarktet sie im örtlichen Supermarkt. Die Idee seiner Strohschweine kommt bei den Kunden gut an und ist für ihn mehr als nur ein Hobby – denn die Schweine haben einen Auftrag.

Es raschelt und grunzt, quiekt und klappert im alten Maststall der Familie Suder aus Sterup. Aus Lautsprechern ertönt bedeutungsschwere Orchestermusik im Klassiksender NDR Kultur. "Die Schweine hören gern Klassik, habe ich mal gelesen, und sind damit, glaube ich, entspannter", sagt Malte. Zwei Musikanlagen hätten sie schon zerstört, die dritte hänge nun sicher unter der Stalldecke, sagt der junge Schweinehalter. Morgens, bevor er zu seinem Ausbildungsbetrieb im Nachbardorf fährt, sieht Malte nach seinen eigenen Tieren und stellt ihnen die Musik an. "Nicht immer natürlich, da würde man selber ja auch verrückt werden", erzählt er. Was er lerne? "Landwirt natürlich", sagt der Abiturient begeistert. Wobei das eine eher spontane Idee war.

Malte wirkt fast wie ein Medienprofi: Kamerateams des NDR und von Sat1 waren schon bei ihm zu Besuch. Außerdem ein paar Tageszeitungen. Im Stall hat er sich aus Spanplatten ein kleines Büro gebaut, für den Außenbereich sind eine Überdachung und Erweiterung geplant. "Mein Vater hat mir da zum Glück von Anfang an ziemlich freien Lauf gelassen und viel mitgeholfen", sagt Malte.

Die ganze Geschichte lest ihr in der Bauernblattausgabe 51/2020 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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