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Typisch für übernutzte Pferdeweiden ist unter anderem der Weißklee. Foto: Sven und Peggy Morell

Lücken in der Grasnarbe, Unkräuter wie Ampfer oder Hahnenfuß und mitunter Giftpflanzen: Für viele Pferdeweiden ist das leider typisch. Doch was läuft schief? Wird die Weide zu stark oder zu wenig genutzt? Fehlen Nährstoffe oder sind gar zu viele davon im Boden? Hinweise zur Beantwortung dieser Fragen können sogenannte Zeigerpflanzen liefern.

Für Grünland sind Pferde eine echte Herausforderung. Die Vierbeiner sind sehr wählerisch und verspeisen nur die Pflanzen, die ihnen wirklich schmecken. Diese nagen sie dafür sehr tief ab, was den Pflanzen ihre Reserven raubt. Hinzu kommen die Pferdehufe, die – insbesondere wenn beschlagen – die Grasnarbe enorm schädigen. Und als wären das nicht schon genug Unwägbarkeiten, setzen Pferde ihren Kot immer an den gleichen Stellen ab. Die Folge: An diesen "Geilstellen" wachsende Pflanzen werden verschmäht.

So bieten Pferdeweiden oft ein Bild des Jammers. Hinweise darauf, wie es um die Weide bestellt ist, können sogenannte Zeigerpflanzen geben. Der Hintergrund: Pflanzen wachsen nicht etwa zufällig auf einem bestimmten Platz. Nur wenn ihre spezifischen Anforderungen an den Standort und die Bewirtschaftung erfüllt sind, kann eine Pflanzenart auch gedeihen.

Als Zeigerpflanzen eignen sich jedoch nicht alle Pflanzen gleichermaßen. Einige sind besonders eng an bestimmte Standorteigenschaften und Bewirtschaftungsmaßnahmen gebunden und reagieren äußerst empfindlich auf Veränderungen dieser Faktoren. Diese Pflanzenarten können daher als Bioindikatoren, also sogenannte Zeigerpflanzen verwendet werden. Sie liefern wertvolle Informationen über den Zustand der Böden und die Trends in deren Entwicklung.

Um diese Informationen zu entschlüsseln, müssen Pferdehalter keineswegs ausgebildete Botaniker sein. In der Regel genügt die Kenntnis einiger weniger charakteristischer Zeigerarten. Wichtig ist, dass entweder eine Zeigerpflanze in ausreichender Menge vorkommt oder mehrere Zeigerarten gleichzeitig auftreten. Salopp formuliert: Ein Löwenzahn allein sagt wenig aus.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 31/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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