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Beim ersten Europacup der Polizeireiter waren auch Klaus Dibbern (2. v. li.) auf Topas und Jörg Wischnewski auf Solist (r.) am Start. Foto: Pferd & Sport

Die britische Militärregierung genehmigte 1945 die Aufstellung von zwei Polizeireiterstaffeln in Schleswig-Holstein an den Standorten Kiel und Lübeck. Während die Staffel in Kiel bereits 1957 aufgelöst wurde, waren die Polizeireiter aus Lübeck bis 1995 in ganz Schleswig-Holstein aktiv. Das 25. Jubiläum der Auflösung nehmen der ehemalige stellvertretende Leiter, Hauptkommissar Jörg Wischnewski, und der damalige Ausbildungsleiter Klaus Dibbern zum Anlass, an alte Zeiten zu erinnern.

Im April 1983 trat Jörg Wischnewski seinen Dienst bei der Polizeireiterstaffel Lübeck an. Zu diesem Zeitpunkt war Klaus Dibbern schon seit fünf Jahren dabei und kümmerte sich bereits um die Ausbildung der Polizeipferde und -reiter. Der Elmshorner ist heute vielen Reitern durch seine Ausbilder- und Turnierrichtertätigkeit bekannt. "Obwohl ich seit meinem neunten Lebensjahr mit Pferden zu tun hatte, geritten und gefahren bin, konnte mir Klaus Dibbern als Reitausbilder noch viel beibringen", berichtet Jörg Wischnewski.

Nach fünf Jahren im berittenen Streifendienst absolvierte Wischnewski einen Reitlehrer- und Staffelführerlehrgang in der Ausbildungszentrale der Polizeireiter von Nordrhein-Westfalen in Köln. "Ich war der erste und auch der letzte Polizeireiter aus Schleswig-Holstein, der an diesen Lehrgängen teilnehmen durfte. In Nordrhein-Westfalen gab es zu diesem Zeitpunkt insgesamt zwölf Reiterstaffeln. Während der dreimonatigen Ausbildungszeit hatte ich dort die Gelegenheit, an diversen Großeinsätzen beritten teilzunehmen. Diese Erfahrungen hätte ich in Schleswig-Holstein niemals so sammeln können", sagt er.

Der Hauptkommissar erinnert sich an einen ganz besonderen Einsatz beim Qualifikationsspiel zur Fußballeuropameisterschaft 1991, Deutschland gegen Luxemburg: "Mit 40 Pferden haben wir 800 Fußballfans in einem gekachelten Bahnhofstunnel aufgenommen und umschlossen. Es war ein Höllenlärm. Ohne Zwischenfälle brachten wir die Fans in einem ungefähr zwei Kilometer langen Marsch zum Stadion."

Zurück in Lübeck übernahm Jörg Wischnewski die stellvertretende Dienststellenleitung der Reiterstaffel. "An dem Tag, an dem ich die Dienststelle eigentlich als Leiter übernehmen sollte, wurde sie aufgelöst", berichtet er. "Das war der schwerste Tag in meinem beruflichen Leben."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 51/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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