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Vor zwei Jahren verlief die Stafette zum Teil sehr romantisch. Foto: Elisabeth Wetzstein

Die Weltmeisterschaft der Islandpferde findet Anfang August im dänischen Herning statt. Davor wird es einen Stafettenritt von Berlin, dem letzten Austragungsort, nach Herning geben. Auf den 600 km durchqueren die Reiter auch Schleswig-Holstein.

Von Berlin bis an die dänische Grenze werden im Juni und Juli die Mitglieder des Islandpferde-Reiter- und Züchterverbandes reiten.

Die rund 600 km sollen in insgesamt 27 Etappen zurückgelegt werden. Jeweils bis zu 15 Reiter sind für die einzelnen Etappen eingeplant. Los ging es am Freitag, 19. Juni, in Berlin. Von dort aus durchreitet die Gruppe Brandenburg. Bei Arendsee wird Niedersachsen erreicht, und in Blekede bei Lüneburg setzen die Reiter wieder mit der Fähre über die Elbe und durchqueren Schleswig-Holstein, wo sie am Sonnabend, 18. Juli, in Ellund bei Flensburg die deutsch-dänische Grenze überschreiten werden. Fünf Tage später wird der Stafettenstab an die dänischen Reiter übergeben, die diesen dann in weiteren elf Etappen bis nach Herning in Westjütland zur Weltmeisterschaft (Montag, 3. August, bis Sonntag, 9. August) der Islandpferde bringen.„Wir freuen uns darauf, mit den Teilnehmern die Natur und Landschaft in Deutschlands Norden genießen zu dürfen“, zeigt sich Mitorganisatorin Michaela Haacke begeistert. Insbesondere Ulrike Roosen-Runge aus Krummesse (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat viele neue Wege ausgekundschaftet. „Die werden den Pferden und Reitern sicherlich gut gefallen“, meint Michaela Haacke und fügt hinzu: „Gleich zweimal setzen die Gruppen mit der Fähre über die Elbe – ein Erlebnis, das selbst erfahrene Wanderreiter nicht oft haben dürften.“Beim Stafettenritt kommt es vor allem auf gut trainierte Pferde und Reiter an, deren Kondition auch schwierigem Gelände und Hitze standhält. Wanderreitpferde müssen alle Eventualitäten eines Geländes gut kennen und daher an Steigungen, Flussdurchquerungen, Eisenbahnlinien oder stark frequentierte Straßen gewöhnt sein. Sie müssen über gut sitzendes Zaumzeug und Sattel sowie einen intakten Hufbeschlag verfügen. Mit dabei haben die Wanderreiter – die immer einen Helm tragen – alles, was man für eine solche Wegstrecke mit Pferd benötigt. Die Ausrüstung ist entweder direkt mit am Pferd oder wird von engagierten Trossfahrern transportiert. Diese begleiten den Ritt per Auto und Hänger und bringen Gepäck und Pferdeausstattung von einem Streckenpunkt zum nächsten. Auch das Paddockmaterial, mit dem in den Pausen eine kleine Behelfskoppel abgesteckt wird, befindet sich im Reisegepäck.Die Planungen für diesen großen Ritt quer durch den Osten und Norden Deutschlands laufen bereits seit 2013. Seit damals erkunden die insgesamt acht Rittführer, die jeweils für die einzelnen Etappen zuständig sind, das Land, um bestmögliche Wanderreitstrecken und Unterkünfte zu finden.pm
Weitere Informationen zum Stafettenritt unter: www.ipzv.de/stafettenritt.html

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