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Die Gebrauchshaltung ermöglicht es, die linke Hand zu entlasten, um lange Strecken beziehungsweise lange Zeit fahren zu können. Foto: Privat

Nach vielen Theroriestunden, die ich am Computer verbracht hatte, und als es die Corona-Regeln wieder erlaubten, konnte ich mich endlich mit dem Fahrlehrer Karl-Friedrich von Holleuffer zur ersten richtigen Fahrstunde verabreden. Nun dachte ich, wir würden uns gleich auf den Kutschbock schwingen. Wieder mal falsch gedacht. Wie schon beim Anspannen (siehe BB 23/2021) und beim Einhalten der Straßenverkehrsordnung (siehe BB 28/2021) gab es auch hier mehr zu beachten als ich mir vorgestellt hatte.

Als "Holli", wie Karl-Friedrich von Holleuffer genannt wird, bei mir aus dem Auto stieg, war er schwer bepackt. Er hatte Gebisse, Leinen und zwei hölzerne Pferdeköpfe mitgebracht. Dabei hatte ich mein Pony Paulchen schon geputzt, ihm die Hufschuhe angezogen und das Geschirr bereitgestellt. Doch Holli winkte ab. "Wir sind erst einmal hier beschäftigt", informierte er mich. Also stellte ich mein sauberes Pony wieder auf die Koppel. Das nutzte Paulchen sofort, um sich wohlig in den Sand zu schmeißen und anschließend dreckiger zu sein als am Morgen. Aber gut.

Erst mal würden wir also am Gartentisch üben. Denn dort hatte Holli inzwischen mit Schraubzwingen seine Pferdeköpfe befestigt. Die sogenannten Fahrlehrgeräte hatten bewegliche Hälse und an ihren Mäulern waren Leinen befestigt. Inzwischen war auch noch eine Mitstreiterin dazugekommen, Johanna Günther aus Kiel. Wir stellten uns jeweils hinter einen der Pferdeköpfe und nahmen die Leinen in die Hand. "Bevor man sich auf die Kutsche setzt, sollte man die wesentlichen Leinengriffe zum Lenken, Verkürzen und Verlängern beherrschen", erklärte unser erfahrener Lehrer und fügte hinzu: "Das dient der Sicherheit und der Pferdeschonung. Denn mit der Leine wirken wir über das Gebiss direkt auf das empfindsame Pferdemaul ein."

Als Johanna und ich die Leinen aufnahmen, steckten wir sie als Reiterinnen wie die Zügel zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger in unsere aufgestellten Fäuste und ließen sie zwischen dem Ringfinger und dem kleinen Finger wieder hinauslaufen. Aber das war nicht richtig. Holli nahm mir die Leine wieder aus der Hand und legte sie sich selbst in die linke Hand. "Das ist die Grundhaltung", informierte er uns und zeigte dann, wie es geht: Beide Leinen werden ausgedreht und mit der glatten Seite nach oben so in die linke Hand gelegt, dass die linke Leine über dem Zeigefinger und die rechte Leine zwischen Mittel- und Ringfinger verläuft.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 33/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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