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Während die Zahl der Turniere relativ stabil blieb, gab es 2019 weniger Prüfungen und Starts als im Vorjahr. Foto: pixabay

Der Abwärtstrend im deutschen Turniersport hat sich auch 2019 fortgesetzt. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 3.567 Turniere, auf denen 66.281 Prüfungen und Abteilungen angeboten und rund 1,34 Millionen Starts gezählt wurden. Während die Zahl der Turniere bundesweit relativ stabil blieb, gingen die Prüfungen und Starts weiter zurück.

Die 3.567 Turniere entsprechen im Vergleich zu den 3.575 im Vorjahr einem Minus von nur 0,22 %. Bei näherer Betrachtung sind allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Landesverbänden sowie bei den Turnierarten zu erkennen. So weisen neun Landesverbände ein Plus an Turnieren auf. Zehn verzeichneten einen Zuwachs an Turnieren, bei denen ausschließlich Prüfungen nach der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) angeboten wurden. Lediglich in vier Landesverbänden gab es mehr gemischte Turniere, bei denen auch Wettbewerbe nach der Wettbewerbsordnung (WBO) angeboten wurden, als im Vorjahr.

Wie in den Jahren zuvor ging auch 2019 die Zahl der Prüfungen und Abteilungen leicht zurück, angeboten wurden 2,53 % weniger als im Vorjahr. Lediglich auf S-Niveau gab es erneut eine Zunahme. In zehn Verbandsbereichen wurden mehr S-Prüfungen gezählt, insgesamt stieg deren Zahl um 2,3 % von 5.086 auf 5.203. In allen übrigen Klassen ging die Zahl der Prüfungen dagegen zurück, prozentual besonders stark in Klasse L. Hier gab es bundesweit 18.111 Prüfungen, 2018 waren es noch 18.950 (-4,02 %). Der geringste prozentuale Rücklauf betraf die E-Prüfungen, hier gab es sogar sieben Verbandsbereiche mit einem Plus. Insgesamt sank die Zahl der E-Prüfungen jedoch von 2.282 auf 2.258 (-1,05 %).

"Betrachtet man das Angebot an Turnieren und Prüfungen, wundert es nicht, dass die Zahl der Starts abnimmt. Vor allem, wenn man davon ausgeht, dass viele der A-, L- und M-Prüfungen auch noch startplatzbegrenzt sind", sagt Fritz ­Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Dem Zuwachs an Prüfungen entsprechend kann in Klasse S auch ein Plus an Starts um 0,39 % verzeichnet werden: von 118.924 auf 119.383. Auch in der Klasse E wurde etwas mehr geritten als im Vorjahr. Hier stieg die Zahl an Starts von 41.947 auf 42.297 (+0,83 %). Insgesamt gesehen ging die Zahl der Starts jedoch auf 1.337.474 zurück, im Jahr zuvor waren es noch 1.378.244 (-2,96 %). Dabei machen die 363.848 Starts auf L-Niveau nach wie vor den größten Anteil aus. Jedoch ist hier der größte prozentuale Rückgang zu verzeichnen. So waren es 2018 in dieser Kategorie noch 384.692 Starts, sodass die Zahl von 2019 einem Minus von 5,42 % entspricht.

Mit dem Rückgang an Starts geht weiterhin auch ein Rückgang der eingetragenen Pferde einher. So wurden 2019 insgesamt 132.257 Turnierpferde fortgeschrieben, rund 2,1 % weniger als im Vorjahr (2018: 135.146). Zugenommen hat dagegen die Zahl der für deutsche Pferde ausgestellten Pässe des Weltreiterverbandes FEI von 2.387 auf 2.572. "Hieran zeigt sich, dass der Sport internationaler wird. Auslandsstarts werden bei Reitern immer beliebter", so Fritz Otto-Erley.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 14/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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