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Beim Grünlandtag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) konnten sich Betriebsleiter und Vereinsmitglieder zu Weidepflege und Artenvielfalt informieren. Foto: FN-Archiv

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat kürzlich einen Grünlandtag für Betriebsleiter und Vereinsmitglieder veranstaltet. Dabei gab die Diplom-Biologin Silke Dehe im Rahmen eines Vortrags und bei einer Weidebegehung einen Überblick zu den wichtigsten Grünlandthemen.

Weiden bieten die Chance, dem Pferd eine artgerechte Haltung zu ermöglichen, einen Beitrag für die Umwelt zu leisten, die Landschaft zu erhalten und die Akzeptanz der Mitmenschen für Pferdesport und -haltung zu schaffen beziehungsweise zu vergrößern. Silke Dehe ermutigte die Teilnehmer des Grünlandtages dazu, unordentliche Bereiche an den Weiden ruhig stehen zu lassen. "Das, was für die einen eine Dreckecke ist, ist für die anderen ein wertvolles Biotop", sagte die Expertin.

Dasselbe gelte auch für die Weidepflege an sich: "Wer es sich leisten kann, der sollte zum Winter hin nicht alles, was auf den Weiden stehen geblieben ist, mulchen oder wegmähen." Denn in den Futterpflanzen, die an den seitlichen Rändern der Weide wachsen und ohne Weiteres über den Winter kommen, befinden sich oft verpuppte Schmetterlingslarven. "Wenn man mäht, sollte man das wenigstens in Streifen tun, also immer einen Streifen stehen lassen und einen Streifen mähen und im nächsten Jahr abwechseln", riet die Biologin.

Pferde seien "ideale Fresser", was die Weidehaltung angehte: "Gerade in der Pferdehaltung ist es möglich, artenreiche Flächen zu nutzen, denn das Pferd ist besonders gut angepasst, diese Flächen abzunagen", sagte Dehe. Ein Beispiel für die ideale Weidepflanze sei das Einjährige Weidelgras: "Diese Pflanze hat kaum hohe Fruk­tanwerte, verträgt intensiven Verbiss und Vertritt und sie wächst an wirklich jeder Stelle."

Auch der Weidezaun kann vielen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum und Futter dienen – solange er aus Holz besteht. Wespen und andere Holz liebende Käfer können dort nagen oder ihre Larven ablegen. Auch wenn Holz in der Witterung nicht so langlebig ist wie andere Materialien, ist es für die Tierwelt von großer Bedeutung.

 

 

 

 

 

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