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Eine Fuchsweißisabellstute wurde mit einem Fuchshengst angepaart. Das Ergebnis: ein Fuchsisabellfohlen. Foto: Monika Reißmann

Die drei klassischen Grundfarben Rappe, Fuchs und Brauner kennt jedes Kind. Durch eine Verdünnung dieser Farben kamen in den vergangenen Jahren so viele neue Variationen hinzu, dass es schwerfällt, den Überblick zu behalten. Monika Reißmann arbeitet an der Humboldt-Universität zu Berlin und beschäftigt sich intensiv mit der Vererbung der Pferdefarben. Zu diesem Thema hielt sie im vergangenen Jahr ein Liveseminar für das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein.

"Die klassischen Grundfarben werden als vollfarbig bezeichnet. Sie entstehen durch eine intensive Produktion und Einlagerung der roten und schwarzen Farbpigmente. Treten in den verschiedenen Farbgenen Mutationen auf, die das verfügbare Farbpigment für die wachsenden Haare begrenzen, hellt sich die Fellfarbe auf. Dadurch entstehen weitere Fellfarben", erklärt Monika Reißmann. Zu den bekanntesten Verdünnungen zählen für sie die Falb- und die Isabellaufhellung. "Außerdem gibt es noch unzählige weitere Farbvarianten, von denen viele noch nicht abschließend genetisch erforscht wurden. Neue Farbbezeichnungen kommen meist dann hinzu, wenn ein Wissenschaftler die ursächliche Mutation für eine Farbveränderung findet", berichtet sie.

Da es nicht immer möglich ist, vom Aussehen auf den Farbgenotyp eines Pferdes zu schließen, werden in der Farbzucht häufig die Genotypen der Zuchtpferde über einen Gentest bestimmt. "Kenne ich den Genotyp, kann ich kalkulieren, welche Farben bei welcher Anpaarung entstehen können. Trotzdem bleibt es bei Pferden, die für ein Farbgen mischerbig sind, immer noch dem Zufall überlassen, welches der beiden Allele an das Fohlen weitergegeben wird und wie das Fohlen dann letztendlich aussieht", erklärt Monika Reißmann.

Falbe oder Isabell

Dem Ausspruch "Ein gutes Pferd hat keine schlechte Farbe" kann sie einerseits voll zustimmen, andererseits gibt sie zu bedenken, dass die Farbe durchaus den Wert eines Pferdes beeinflussen kann: "Besondere Farben finden einen besseren Absatz bei höherem Preis. Das spielt besonders im zunehmenden Hobby- und Freizeitsektor eine große Rolle. Wir haben eine starke Zunahme an Farbzuchten, beziehungsweise es werden besondere Farballele in die verschiedensten Rassen eingebracht, auch in die aktuellen Sportpferde."

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 12/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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