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Mit den Ponys durften wir auch mal die Straße verlassen. Johanna Günther hatte den Zweispänner dabei gut im Griff. Foto: Lena Höfer

Über das Fahren eines Einspänners habe ich nun schon viel gelernt (siehe BB 23, 28, 33/2021) und so fühlte ich mich mit meinem Pony Paul­chen ziemlich sicher. Doch der Kutschenführerschein berechtigt auch zum Fahren eines Zweispänners, daher gehört das ebenfalls zur Ausbildung. Mein Fahrlehrer Karl Friedrich von Holleuffer aus Neumünster hatte einige spannende Termine für mich vereinbart, doch erst einmal ging es an die Theorie.

Die Unterschiede zwischen dem Fahren eines Ein- und eines Zweispänners seien gar nicht so groß, wurde uns erklärt. Zumindest die Handgriffe an den Leinen (BB 28/2021) seien die Gleichen. Allerdings beschlich mich das Gefühl, dass doch wieder einiges Neues kommen würde, als wir das Geschirr betrachteten. Es gibt zwar sowohl für Ein- als auch für Zweispänner jeweils das Brustblatt-, das Kumt- und das Marathongeschirr, diese sind aber unterschiedlich aufgebaut. Da für den Kutschenführerschein nur das Brustblattgeschirr relevant ist, begannen wir damit.

"Beim Einspänner ist das Brustblatt autark, beim Zweispänner ist es über den Oberblattstößel mit der Oberblattstrupfe und dem Kammdeckel befestigt", erläuterte Karl Friedrich von Holleuffer, genannt Holli, einen der größten Unterschiede. Bei Zweispännern geht das Brustblatt bis zum Bauchgurt des sogenannten Kammdeckels (beim Einspänner wäre es das Selett) und verfügt vorne über einen Brustblattring, an dem später die Aufhalteriemen oder Aufhalteketten befestigt werden. "Dieser ist immer nach innen versetzt, damit das Brustblattgeschirr nicht nach innen gezogen wird", erklärte Holli.

Außerdem seien die Zugstränge eines Zweispänners verschieden lang. "Da die Pferde immer ein bisschen nach außen laufen und damit der bewegliche Schwengel innen nicht gegen die Bracke stößt, ist der innere Zugstrang etwa fünf Zentimeter kürzer. Damit man das leicht erkennt, ist er vorne stumpf, im Gegensatz zum äußeren, der eine kleine Spitze hat", erklärte uns der Fachmann und hatte damit auch schon aufgeklärt, woran man das linke und das rechte Geschirr unterscheiden kann: an den nach innen versetzten Brustblattringen, den außen zu verschnallenden Halskoppelriemen, der Strupfe, die außen vom kleinen Bauchgurt hängt, und den Zugsträngen. Bei Dressurgeschirren sind auf dem großen Bauchgurt innen drei Schlaufen und außen zwei.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 2/2022 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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