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Alle Regeln der Straßenverkehrsordnung, die sich allgemein auf Fahrzeuge beziehen, gelten auch für Pferdegespanne. Foto: Imago

Hoch motiviert hatte ich mir vorgenommen, mit Pony Paulchen das Gespannfahren zu üben. Doch bei meinen ersten Versuchen stellte sich heraus, dass die Angelegenheit komplizierter war als erwartet. Wie im ersten Teil berichtet, erklärte mir der Fahrlehrer Karl-Friedrich von Holleuffer aus Neumünster, was beim Anspannen alles zu beachten ist. Bevor wir richtig loslegen konnten, brauchte ich nicht nur die richtige Ausrüstung, sondern auch das nötige Hintergrundwissen.

Nachdem mir Karl-Friedrich von Holleuffer klargemacht hatte, dass mein Geschirr und meine Kutsche nicht geeignet seien (siehe BB 23/2021), machte ich mich auf die Suche nach neuem Material. Vor allem beim Geschirr war dies gar nicht so einfach. Ich war noch nicht bereit, mindestens 500 € für ein nach Maß zusammengestelltes Geschirr auszugeben, darum sollte es ein gebrauchtes in gutem Zustand sein. Ich hatte Glück: Im Nachbarort wurde ein Geschirr für Shettys verkauft, das von "Holli", wie von Holleuffer nur genannt wird, erst einmal abgesegnet und dann vor allem fachmännisch angepasst wurde.

Schwieriger gestaltete sich die Suche nach einer gebrauchten Kutsche. Doch mein Geburtstag nahte. "Brauchst du wirklich eine neue Kutsche?", fragte mein Ehemann. "Was heißt schon brauchen?", fragte ich zurück. Ich wollte es nun richtig machen und das bedeutete, dass ich eine gut bremsende und verkehrssichere Kutsche haben wollte. Und am Ende bekam ich tatsächlich eine zum Geburtstag – eine neue.

Nun brauchte ich natürlich noch einmal Hilfe beim ersten Anspannen. Holli kam vorbei und stellte mir alles richtig ein. Nicht ganz glücklich war er mit der Spurbreite. "Die hat nur 120 Zentimeter. Eine gute Kutsche sollte mindestens 140 Zentimeter haben", bemängelte der Fahrlehrer. Das sei wichtig, damit sie nicht umfallen könne. "Eine Kutsche muss schon den 'Elchtest' bestehen können."

Zufrieden war der Fachmann mit der Beleuchtung, zumindest bei Tage. Denn tagsüber ist eine passive Beleuchtung vorgeschrieben, bestehend aus zwei Reflektoren mit 6 cm Durchmesser hinten und jeweils einem an jeder Seite. Diese sogenannten Katzenaugen müssen hinten rot und rund sein. Sie werden maximal 40 cm von der breitesten Stelle des Fahrzeugs entfernt und maximal 90 cm über der Fahrbahn positioniert. Die Rückstrahler an der Seite müssen gelb und viereckig oder oval sein und sollten maximal 60 cm über der Fahrbahn montiert werden. "Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir auch zwei nach vorne weisende Strahler", ergänzte von Holleuffer.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 28/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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