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Kontakteinschränkungen wegen des Corona-Virus gelten auch für Pferdebetriebe. Foto: pixabay

Die verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben auch für Reiter, Pferdebesitzer und Stallbetreiber weitreichende Folgen und bringen strenge Auflagen mit sich. Besonders dringend war die Frage, inwieweit die Pferdebesitzer ihre Tiere pflegen und bewegen dürfen, wenn diese in Gemeinschafts- beziehungsweise Pensionsställen untergebracht sind. Diese und weitere häufig gestellte Fragen beantwortet das Land Schleswig-Holstein im Internet.

Insbesondere bezüglich der Gesunderhaltung und Versorgung der Pferde war zunächst unklar, ob die Eigentümer von Einstellpferden diese auf dem Einstellbetrieb weiterhin pflegen dürfen. Weil der Einstellbetrieb die Pferdeversorgung in der Regel nicht leisten kann, hat sich der Bauernverband Schleswig-Holstein (BVSH) für eine Klarstellung eingesetzt.

Nunmehr teilt die Landesregierung auf ihrer Internetseite Folgendes mit:

 

Welche Regelungen gelten für Pferdebesitzer/Reiterhöfe/Stallge­meinschaften?

Die Versorgung und die Pflege der Tiere müssen sichergestellt werden. Dazu zählt auch die tägliche Bewegung, etwa durch Auslauf im Paddock/auf der Weide oder Reiten. Ausritte sind grundsätzlich möglich, jedoch müssen Hygienemaßnahmen sowie Abstandregeln zu anderen Personen eingehalten werden. Gruppenausritte sind nicht erlaubt.

Im Stall gilt: Es sollten sich so wenig Menschen wie möglich an einem Ort aufhalten. In Stallgemeinschaften ist eine Person für die Aufgaben im Stall zu bestimmen. Ist es unumgänglich, dass mehrere Personen in den Stall gehen müssen, so muss eine zeitliche Abstimmung erfolgen, damit immer nur einzelne Personen vor Ort sind.

Einzelunterrichte im Freien sind erlaubt, sofern sie keinen nahen körperlichen Kontakt erfordern und sie keine Nutzung/Öffnung von gemäß Sars-CoV-2-Bekämpfungsverordnung geschlossen zu haltenden Einrichtungen (Sportanlagen, Angebote von Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Golfanlagen, Reitplätze und so weiter) erfordern/zur Folge haben.

So ist es zum Beispiel dem Hundetrainer möglich, auf einer öffentlichen Wiese zu trainieren. Unterrichtsangebote, die spezielle Anlagen erfordern wie etwa Golf, Reiten oder Tennis, sind allerdings nicht zulässig, da sie zwangsläufig die Öffnung von verbotenen Sportanlagen erfordern würden.

Ausnahme: Für das therapeutische Reiten im Einzelunterricht im Freien darf die Reitanlage ausnahmsweise genutzt werden, da es sich um eine medizinisch erforderliche Leistung handelt. Ebenso darf Einzelunterricht in Form eines Ausritts mit zwei Pferden außerhalb der Einrichtung erfolgen. Die dazu erforderliche Vor- und Nachbereitung auf der Anlage durch die Reitschülerin oder den Reitschüler selbst ist unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen sowie Abstandregeln zu anderen Personen erlaubt.

 

Darf ich meine Pferde, die im Nachbarort auf einer Weide oder in einem Stall stehen, versorgen?

Die Versorgung von Tieren ist weiterhin möglich. Dabei sind der Kontakt zu anderen Personen zu meiden und entsprechende Hygienemaßnahmen konsequent umzusetzen.

Hilfestellungen und nützliche Hinweise der Deutsche Reiterlichen Vereinigung zum Umgang mit den Herausforderungen in Bezug auf den Pferdesport, insbesondere hinsichtlich des Stallmanagements, lassen sich unter pferd-aktu​ell.de/coronavirus abrufen.

Weitere wichtige Informationen und Antworten auf drängende Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Krise in Bezug auf landwirtschaftliche Betriebe hält der BVSH auf seiner Homepage bau​ern.sh bereit. Die dortigen Informationen werden fortlaufend ergänzt beziehungsweise aktualisiert. Mitglieder des Bauernverbandes können sich selbstverständlich auch weiterhin mit Anfragen und Problemstellungen an ihre Kreisgeschäftsstelle wenden.

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