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Ganze Parade am Punkt und rundherum viele Umweltreize. Diese Übung ist nicht so einfach, wie sie aussieht. Foto: Maike Schwerdtfeger

Im ersten Teil dieser Serie sind bereits die zu befriedigenden Grundbedürfnisse eines jeden Pferdes – egal ob Sportpferd oder Freizeitpartner – dargestellt worden. Dabei ging es auch schon um unterschiedliche Trainingsanreize, die Abwechslung in den Alltag bringen. Das kann ein Haltungswechsel des Pferdekörpers im Training sein oder auch die Arbeit mit verschiedenen Hindernissen.

Der Winter ist in Norddeutschland lang, dunkel und ungemütlich. Davon können insbesondere Pferdefreunde und Reiter ein Lied singen. Auch in der nasskalten Jahreszeit müssen die Vierbeiner versorgt und vor allem ausreichend und abwechslungsreich bewegt werden.

Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Pferde lassen sich oft schon mit kleinen Änderungen im täglichen Training unterstützen. Denn genau wie bei Menschen ist ihr Muskelstoffwechsel nicht auf ausdauernde Haltearbeit ausgelegt. Das fortwährende Trainieren immer gleicher Abläufe in der gleichen Körperhaltung führt nach spätestens 8min zu einem "Kippen" des Muskelstoffwechsels in den anaeroben Bereich. Die Umgebung der Muskelzellen übersäuert. Vereinfacht formuliert bedeutet dies, dass es zu ausgesprochen schmerzhaften Verspannungen mit daraus resultierenden Blockaden kommen kann. Ein Reiter kann sich diese Haltearbeit der Muskeln ganz einfach selbst veranschaulichen, indem er seine Gerte für 10 min mit ausgestreckten Armen vor sich hält.

Um diesen schmerzhaften Verspannungen vorzubeugen, hilft es, innerhalb einer Trainingseinheit einfach mal die gewohnten Pfade zu verlassen. Kleine Veränderungen, wie zum Beispiel regelmäßige Schrittpausen am hingegebenen Zügel, werden vom Pferd sehr dankbar angenommen und wirken wie eine Belohnung. Hinzu kommt, dass beispielsweise nach dem Üben von Galopp-Schritt-Übergängen die anschließende Pause am langen Zügel und die daraus resultierende Muskelentspannung dazu führt, dass sich wieder ausreichend Sauerstoff in der Umgebung der Muskelzellen befindet. So kommt es nicht zu einer Übersäuerung, stattdessen können gezielt Muskeln aufgebaut werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 49/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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