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Leonie Rieth landete mit der Schimmelstute Maddox in der Einzelwertung auf dem 3. Platz. Foto: Thomas Thiesen

Das Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit, das 1989 ins Leben gerufen wurde, um „Jugendliche für die Vielseitigkeit zu begeistern“, hat sein Ziel längst erreicht. Topreiterinnen und viele aktuelle Championatsteilnehmer bei den Ponyreitern, Junioren und Jungen Reitern zählen zu den ehemaligen Teilnehmern am Bundesnachwuchschampionat. Um so erfreulicher, dass auch in diesem Jahr wieder eine Medaille an Schleswig-Holstein ging.

Anfang August wurde in Warendorf das Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit, die „uvex-Trophy“, ausgetragen. Die kombinierte Prüfung aus Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Theorie, Vormustern und einem Fitnesstest für die Reiter wurde von den Westfalen dominiert. Sie gewannen nicht nur die Mannschaftswertung in beiden Abteilungen, sondern stellten auch die Sieger der Einzelwertung. Bei den Ponys konnte sich die Mannschaft aus Schleswig-Holstein vor den Rheinländern auf Platz zwei behaupten.
In der Einzelwertung landete wie schon im Vorjahr Leonie Rieth (Meyn) vom Landesverband Schleswig-Holstein auf dem dritten Platz. Sie saß wieder im Sattel der Schimmelstute Maddox, mit der ihre ältere Schwester 2013 auch Deutsche Meisterin wurde, und erzielte mit der 9,2 das beste Ergebnis im Springen. „Der hat einen super Job gemacht, obwohl es so warm war“, sagt die 15-Jährige. In der Mannschaftswertung trat sie gemeinsam mit Luisa Westphal (Griebel) mit Streicher, Lisa Seitz (Hamburg) mit Loreley, Johanna Beckmann (Brunsbüttel) mit Moonlight und Solveig Helene Schumacher (Hassendorf) mit Nesquick an. Als Einzige aus diesem Team gewann Leonie Rieth schon im Vorjahr die Silbermedaille in der Mannschaftswertung. Auch in diesem Jahr gefiel ihr die Atmosphäre des Turniers sehr: „Wir haben uns alle gut verstanden und abends noch zusammengesessen.“
Die Begeisterung der Reiter spiegelt sich in der Anerkennung wieder, die das Bundesnachwuchschampionat genießt. „Es ist toll zu sehen, wie sich diese Prüfungsform hier entwickelt hat. Um unser Turniersystem werden wir inzwischen in der ganzen Welt beneidet“, sagte Martin Plewa, vor 25 Jahren der „Erfinder“ des Bundesnachwuchschampionats und jetzt wieder als Richter in Warendorf. Die Idee war es damals, eine Prüfung unterhalb der deutschen Meisterschaften zu schaffen, die alles abfragt, was einen vielseitigen Reiter auszeichnet – vom stilistisch guten Reiten über theoretische Kenntnisse bis hin zur Fähigkeit, ein Pferd korrekt vorzumustern. Neu dazugekommen ist seitdem auch ein Fitnesstest für die Reiter in Form von Laufen oder Schwimmen. „Wichtig war es, diese Prüfung auf Bundesebene anzubieten, um einen besonderen Anreiz zu bieten. Inzwischen gibt es aber in fast jedem Landesverband eine ähnliche Prüfung“, sagt Plewa.
Wie gut das System ist, beweist ein Blick in die alten Unterlagen. Diese zeigen, dass fast alle jüngeren Topreiter über das Bundesnachwuchschampionat in den Sport eingestiegen sind. Prominenteste Beispiele sind der Multi-Champion Michael Jung und Sandra Auffarth, die beide früher einmal in Warendorf am Start waren. fn/rj

 

 

 

 

 

 

 

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