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Für fast jede bauliche Maßnahme bedarf es einer Genehmigung. Foto: Björn Rahlf

Den ersten Vortrag während des Tierschutzseminars in den Holstenhallen von Neumünster hielt Katja Wagner von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Die Fachfrau sprach über das Spannungsfeld zwischen Tierschutzgesetz und Baugesetzbuch. Sie machte deutlich, dass es für private Pferdehalter praktisch unmöglich ist, Genehmigungen für Stall, Halle oder Paddock zu bekommen.

Wer Pferde hält, der unterliegt dem Tierschutzgesetz. Hier ist vor allem § 2 wichtig. Darin heißt es: "Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht einschränken und muss über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen."

Das Tierschutzgesetz gilt für alle Tiere. Was genau das für Pferde bedeutet, steht in den Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herausgibt. Darin werden alle Anforderungen des § 2 konkretisiert. "In ihnen ist bei den meisten Maßen nur das Minimum definiert. Darunter ist es tierschutzwidrig, der Betrieb muss darüber hinaus ausgebaut werden", erklärt Katja Wagner. Die Fachfrau des Lehr- und Versuchszentrums Futterkamp für die Beratung in der Pferdehaltung, Fort- und Weiterbildung rund ums Pferd sowie landwirtschaftliches Bauen erklärt: "Ganz kurz bedeutet artgerechte und gesunde Pferdehaltung, dass das Pferd seine Bedürfnisse befriedigen kann. Dazu gehören vor allem Sozialkontakt, viel Auslauf und frische Luft." Doch so mancher Pferdehalter steht vor einem Problem, wenn er seine Haltung optimieren möchte, denn alle Formen von An-, Um- und Neubauten müssen beantragt werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 07/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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