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Der Führstrick sollte lang genug sein und locker in der Hand getragen werden. Foto: Angelika Schmelzer

Insbesondere bei Jungpferden sind die ersten Weidegänge gar nicht so einfach zu gestalten. Oft ist der Jungspund kaum zu bändigen. Und auch bei älteren Tieren schleicht sich schnell die eine oder andere Unart ein. Dabei gibt es einige Tipps und Tricks, wie man auf dem Weg zur Weide mehr Ruhe ins Pferd bringen kann und damit sowohl sich selbst als auch den Vierbeiner aktiv schützt.

Eigentlich sollte der Weg zur Weide Pferd und Pferdebesitzer Freude bereiten. Immerhin ist Frühling und das schöne Wetter wirkt mehr als einladend. Doch wenn "der Hafer sticht", kann die Freude schon einmal ausbleiben. Vielmehr wirkt der Weg zur Weide auf einmal wie eine Art Spießrutenlauf, denn was gibt es nicht alles, wovon sich der Vierbeiner ablenken lassen könnte oder was erschreckend wirkt! Viele Pferde sind besonders im Frühjahr oder in der Erwartung des Freilaufes sehr ungestüm, übermütig und im schlimmsten Fall kaum zu regulieren.

Damit all dies gar nicht erst passieren kann, muss von Anfang an die passende Ausbildung des Jungpferdes erfolgen. Bereits im Fohlenalter sollte jedes Pferd lernen, willig an der Seite des Menschen zu gehen. Weder Zerren noch Drängeln, weder Steigen noch Bummeln sind erwünscht. Derartige Reaktionen haben ihren Ursprung meist in einem Respektproblem. Gezielte Führübungen sollten zum Ausbildungsprogramm jedes Pferdes gehören, tun dies jedoch bei Weitem nicht in allen Fällen.

Das richtige Führen zu erlernen und dauerhaft beizubehalten, erfordert lebenslanges Lernen und immer wieder neues Verinnerlichen. Korrektes Führen in jeder Situation sowie Training durch Bodenarbeit sind adäquate Wege, um auch in kritischen Situationen das Pferd kontrollieren zu können, zum Beispiel beim Weidegang im Frühjahr. Das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd, aber auch die Führungsrolle des Menschen müssen ganz konkret erarbeitet werden. Dabei ist absolute Konsequenz beim Durchführen des Trainings erforderlich, ohne Zögern und Unsicherheit. Nur so kann das Pferd verstehen, was der Mensch ihm sagen möchte.

Unverzichtbar beim Führen auf die Weide ist auch bei perfekt an der Hand ausgebildeten Pferden der Aspekt der Sicherheit. Daher sollte man stets achtsam sein und die Umgebung beobachten. Was könnte das Pferd möglicherweise beeinflussen oder sogar verängstigen? Dabei sollte auch beachtet werden, ob das Pferd in der kalten Jahreszeit womöglich eine längere Zeit im Stall war, mit nur wenigen Stunden draußen.

Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, auf welche Weise geführt wird. Allzu leicht schleichen sich Fehler durch Nachlässigkeit ein. Kurse für die korrekte Führtechnik, auch in Kombination mit Bodenarbeit, gibt es bei zahlreichen renommierten Trainern.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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