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Beruhigungskräuter gibt es von unterschiedlichen Herstellern. Sie können trocken oder angefeuchtet über das Futter gegeben werden. Foto: Nicole Weinhardt

Der Himmel leuchtet in bunten Farben, es knallt, blitzt und zischt. Die meisten Pferdehalter sehen dem Jahreswechsel mit gemischten Gefühlen entgegen. Zu groß ist die Gefahr, dass eine in Panik geratene Herde den Zaun niederwalzt oder sensible Pferde an einer Stresskolik erkranken. Zum Glück gibt es einige Maßnahmen, mit denen die Pferde vorbereitet und unterstützt werden können.

"Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach, an der täglichen Routine festzuhalten", sagt die Tierheilpraktikerin und Fütterungsexpertin Kim Carina Lagler aus Preetz, Kreis Plön. "Ein großer Fehler wäre es, ein Offenstallpferd über Silvester in eine Box zu stellen oder in einen anderen Stall zu bringen. Gerade in solchen Ausnahmesituationen braucht es seine gewohnte Umgebung und seine Herde."

Doch es gibt noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Unter Anspannung schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus. Dieses Hormon wird auch gern als Stresshormon bezeichnet. Eine erhöhte Ausschüttung setzt einen Mechanismus in Gang, bei dem das Pferd die Wahl zwischen "Kampf" und "Flucht" hat. "Der erhöhte Cortisolspiegel sorgt unter anderem für eine stärkere Durchblutung der Muskulatur und ermöglicht es dem Pferd wegzulaufen, also zu flüchten. Durch Bewegung wird das Hormon wieder abgebaut", erklärt Kim Lagler.

So lasse sich auch begründen, warum viele Boxenpferde an Silvester eine Kolik bekommen. "Durch den begrenzten Raum haben sie keine Möglichkeit, den erhöhten Cortisolspiegel durch Bewegung abzubauen. Die Muskulatur wird immer weiter und weiter durchblutet, während sich die Durchblutung an anderen Stellen, zum Beispiel im Verdauungstrakt, verringert. In der Folge kann eine Kolik entstehen", berichtet sie.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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