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Marc Nölke war ursprünglich ein erfolgreicher Skispringer. Inzwischen hat er auch ein Trainingsangebot für Reiter. Foto: Stefan Lafrentz

Der ehemalige Skispringer Marc Nölke bietet unter dem Titel "Neuro-Rider – mit Köpfchen zum besseren Reiten" ein gehirnbasiertes Trainingskonzept an, das dabei helfen soll, "mit mehr Spaß und Freude zu reiten oder Reiter zu unterrichten". Das Konzept wird in vielen Fachmagazinen gelobt, die Vorstellung in einem Onlineseminar hinterließ allerdings mehr Fragezeichen als Aha-Momente.

Das von Marc Nölke entwickelte Trainingsprogramm "Neuro-Rider" richtet sich zwar an Reiter und Reitlehrer, doch die darin enthaltenen Übungen beziehen sich nur indirekt auf den Pferdesport. Sie sollen etwa auf die Mobilität, das Gleichgewicht oder die Koordination einwirken. Denn im Mittelpunkt des Trainings steht das Gehirn, das Nölke als wichtigsten Körperteil für Gesundheit und Leistungsfähigkeit ansieht.

"Bitte schließen Sie die Augen und stellen Sie sich auf ein Bein", forderte er die Teilnehmer in seinem Onlineseminar auf und fügte erklärend hinzu: "So wollen wir den Ursprungszustand ermitteln." Anschließend leitete der ehemalige Skispringer, der infolge eines schweren Unfalls bei den Olympischen Spielen 1992 seine sportliche Karriere beenden musste, die Teilnehmer in sogenannten "Drills" an, mit denen etwa die Beweglichkeit, "das visuelle System" oder die Balance verbessert werden sollten. Eine Aufforderung lautete zum Beispiel: "Bitte richten Sie den Blick auf einen Text in kleiner Schriftgröße, während der Kopf in schnellem Rhythmus hin und her bewegt wird." Im Anschluss bat er darum, die anfänglich gewählte Übung – hier den Einbeinstand – mit geschlossenen Augen erneut auszuführen.

Einige Teilnehmer bemerkten Verbesserungen, andere Verschlechterungen, einige registrierten keine Veränderung. "Das liegt daran, dass jeder Mensch individuelle Übungen braucht", so Nölke. Sollte sich keine Verbesserung eingestellt haben, sei dies aber noch kein Beweis dafür, dass der Drill nicht funktioniere. Es sei auch möglich, dass einfach noch nicht die ideale Anzahl an Wiederholungen gefunden wurde.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 4/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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