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Um die Wendung (hier eine Kehrtwendung) vorzubereiten, fährt man so weit an den rechten Straßenrand wie es möglich ist. Hinweis: Auf dem Foto fehlt der Stimriemen, da er zu kurz ist. Foto: Raimund Höfer

Nachdem ich mich ausgiebig mit dem Anspannen, dem Einhalten der Straßenverkehrsordnung sowie der Handhabung der Leinen und den korrekten Handgriffen beschäftigt hatte, ging es zum ersten Mal mit meinem Fahrlehrer auf die Straße. Nun stand der richtige Einsatz des Gelernten im Vordergrund, aber natürlich kam auch gleich etwas Neues dazu.

Zunächst einmal war das Fahren mit der neu erlernten Handhaltung gar nicht so einfach. "Holli", Karl-Friedrich von Holleuffer, ging neben mir her und wollte immer mal einen Wechsel in der Haltung sehen. Nach einigem Leinensalat funktionierte es dann auch ganz gut. Richtig spannend wurde es, als wir ans Ende der Straße kamen, denn nun musste ich abbiegen. Auf der wenig befahrenen Straße war das eigentlich kein großes Problem, aber die Situation war gut geeignet, um gleich eine Übung daraus zu machen.

"Die Pferde dürfen beim Abbiegen weder in den Gegenverkehr geraten noch darf der Wagen über die Bordsteinkante rollen", leitete Holli die Lerneinheit ein und erläuterte: "Am besten stellst du dir eine Fahrspur vor, die um die Kurve führt." Nun sollte ich diese Spur natürlich auch treffen. Dafür waren Leinen-, Stimm- und Peitschenhilfen gefragt. "So kannst du dafür sorgen, dass dein Pony in der Wendung gleichmäßig im Takt und in der Balance bleibt", erklärte mir der Fahrlehrer.

Grundsätzlich solle vor jeder Wendung durch halbe Paraden und gegebenenfalls durch das Verkürzen der Leinen das Tempo reduziert werden. Denn in einem geringeren Tempo falle es dem Pferd leichter, im Gleichgewicht um die Wendung zu gehen. Das liege daran, dass es das innere Bein etwas weiter unter seinen Schwerpunkt setzen müsse. Als kleiner Hinweis für die Zukunft machte von Holleuffer mich noch darauf aufmerksam, dass ich im Zweispänner darauf achten müsse, dass das äußere Pferd einen weiteren Weg zu gehen habe. Auch dieser Umstand müsse bei der Wahl des Tempos berücksichtigt werden. "Das äußere Pferd zieht den Wagen in die Wendung, das innere durch die Wendung", erklärte er.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 40/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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