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Nane Nikolaus Dehn ist in diesem Jahr nicht aufzuhalten. Nun gewann er mit Zilia D neben Mannschaftsgold auch Gold im Einzel. Foto: Jürgen Garlichs

Was für ein Erfolg! Die deutschen Nachwuchsvielseitigkeitsreiter kehrten mit vier Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille von den Europameisterschaften im schwedischen Segersjö zurück. Sowohl die Junioren als auch die Jungen Reiter setzten sich in der Mannschaftswertung durch. Gold gab es unter anderem für Nane Nikolaus Dehn aus Schwesing, Kreis Nordfriesland. Kaya Thomsen aus Lindewitt, Kreis Schleswig-Flensburg, ritt zu Bronze.

Mit Abstand führend ging das deutsche Juniorenteam ins Springen, die dritte und letzte Teilprüfung der Europameisterschaften (EM). Dennoch wurde es noch einmal spannend, bevor sich die U18-Reiter über Mannschaftsgold freuen konnten.

Den Anfang für das Team machte die Nordrhein-Westfälin Sophia Rössel, die im Gelände etwas Pech gehabt hatte. Ihr Auftritt endete versöhnlich mit einer Nullrunde im Springen (Endstand 74,1 Minuspunkte, Platz 37). Kaya Thomsen machte es ihr mit ihrem Holsteiner Wallach Da bin Ich C direkt nach und fügte ihrem bereits fehlerlosen Geländeritt ein ebensolches Springen hinzu. Damit rückte die Tochter von Mannschaftsolympiasieger Peter Thomsen, die nach der Dressur noch Platz zehn belegt hatte, am Ende auf den Bronzerang vor (30,0).

Ihr Vater, der als Trainer und Offizieller des Deutschen Olympiadekomitees für Reiterei (DOKR) vor Ort war, fieberte mit und war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. "Aufregend ist es immer, aber die Aufregung ist eine andere, als wenn ich selbst an den Start muss", verriet er und fügte hinzu: "Ich bin ja nicht für das Ergebnis verantwortlich." Trotzdem klopfe auch sein Herz, wenn seine Tochter oder einer seiner anderen Schützlinge an den Start gehe. "Wir bereiten uns ja zum Teil über Jahre auf ein sportliches Ziel vor und dann ist es natürlich schön, wenn es möglichst gut aufgeht. Wenn nicht, muss man analysieren, was nicht gut war, und das ändern. Nur so entwickelt man sich weiter", sagte Thomsen.

Kleinigkeiten an der Dressur verbessern

Für ausbaufähig befand Peter Thomsen bei der EM in Schweden vor allem die Dressur: "Die war ein bisschen schlechter als sonst und dann ist es natürlich umso schwieriger, ganz nach vorne zu kommen." Trotzdem sei es ein tolles und sehr erfolgreiches Wochenende gewesen.

Das Nachsehen beim Erfolg von Kaya Thomsen hatte jedoch ihre Teamkollegin Viktoria Weyers aus Nordrhein-Westfalen. Die 17-Jährige hatte mit Lariostea H nach der Dressur in Führung gelegen und sich die Spitzenposition dank einer schnellen Geländerunde auch erhalten. Doch im Parcours unterliefen ihr als letzter Starterin gleich zwei Abwürfe. Das kostete sie nicht nur die Goldmedaille: Mit 30,2 Minuspunkten fiel sie um zwei Zehntel hinter Thomsen auf den vierten Platz zurück.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 36/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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