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In der manuellen Therapie werden mithilfe feiner Adjustments Blockaden gelöst. Foto: Assia Tschernookoff

Manuelle Therapien wie Chiropraktik und Osteopathie sowie die Akupunktur haben sich als sinnvolle Unterstützung in der Gesunderhaltung und Behandlung von Pferden bewährt. Wie diese Methoden angewendet werden und was dabei zu beachten ist, erklärte die Tierärztin Katja Görts während eines Onlineseminars der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.

So unterschiedlich die drei Methoden hinsichtlich der angewendeten Techniken auch sind, sie alle dienen der Vorbeugung von Erkrankungen sowie der gesundheitlichen Wiederherstellung des Pferdes. "Manuelle Therapie" ist der Oberbegriff für verschiedene Praktiken. Dazu zählen insbesondere die Chiropraktik und die Osteopathie, der auch Techniken wie die craniosacrale Therapie oder der myofasziale Release zugeordnet werden. Wie der Name erkennen lässt, der auf das lateinische "manus" zurückgeht, werden sie mit der Hand ausgeführt. "Die Hände sind unsere wichtigsten Werkzeuge", erklärt Katja Görts, Tierärztin mit Zusatzausbildungen in Veterinärchiropraktik und -akupunktur.

Die Berufsbezeichnungen sind in Deutschland allerdings nicht geschützt. Daher darf quasi jeder auch ohne Ausbildung ein Pferd manuell behandeln, akupunktieren oder ihm Blut abnehmen, sofern er sich an die Arzneimittel- und Tierschutzgesetzgebungen hält, die ohnehin für alle Bürger gleichermaßen gelten. "Ratsam ist es also, bei der Wahl des Therapeuten kritisch zu sein und qualifizierten Tierärzten zu vertrauen, die eine entsprechende Zusatzausbildung für Chiropraktik, Osteopathie und Akupunktur absolviert haben", so Görts.

Manuelle Therapien können dabei helfen, Rittigkeitsprobleme zu beseitigen, wie zum Beispiel eine überdeutliche Händigkeit oder Schwierigkeiten bei der Anlehnung, Biegung und Stellung. Eine weitere Indikation ist die Rekonvaleszenz, wenn das Pferd nach längerer Stehzeit wieder antrainiert wird, oder nach Unfällen, Schwergeburten, Vollnarkosen oder Zahnbehandlungen.

Da das Ziel aller manuellen Therapien die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung gesunder Körperfunktionen ist, können sie aber auch vorbeugend zur Gesunderhaltung und bei chronischen Erkrankungen, nicht nur des Bewegungsapparates, eingesetzt werden. Bei Pferden mit Lungenerkrankungen kann beispielsweise über die Behandlung des Zwerchfells und der Brustwirbelsäule eine Verbesserung der Atmung erreicht werden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 49/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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