Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Die gute Nachricht für alle Schulpferdereiter: Es kann endlich wieder losgehen. Foto: Imago

Wie erhofft gibt es seit Anfang März erste Lockerungen für den Sport. Diese bringen auf der einen Seite Erleichterungen für Training und Unterricht mit sich, auf der anderen Seite aber auch eine kompliziertere Sachlage hinsichtlich der Hallennutzung.

Grundsätzlich dürfen Sportanlagen laut der aktuellen Landesverordnung wieder für die Sportausübung geöffnet werden. "Inzwischen ist auch Unterricht wieder möglich", sagt Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein (PSH). In der ersten Märzwoche musste der Trainer dafür noch Bestandteil einer bestimmten Personenkonstellation sein. Denn zu diesem Zeitpunkt war Sport sowohl drinnen als auch draußen nur allein, mit einer weiteren Person oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt erlaubt.

Seit Montag, 8. März, ist das zumindest draußen anders. Hierzu heißt es in der Verordnung, dass "ohne Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen" Sport getrieben werden darf. Kinder unter 14 Jahren dürfen sogar unter Anleitung eines Trainers in Gruppen von bis zu 20 Personen sportlich aktiv sein. Es muss sich aber um feste Gruppen handeln. Der Übungsleiter muss in diesem Fall ein Hygienekonzept erstellen sowie die Kontaktdaten der Teilnehmer zu erheben.

Für den Unterricht in Innenräumen gelten weiterhin restriktivere Regeln. Hier gelten die oben genannten Personenkonstellationen "für jeden Raum oder innerhalb großer Räume für mindestens 80 m2 pro sporttreibender Person, sofern die Sporttreibenden grundsätzlich gleichmäßig verteilt sind". Karstens bedauert: "Da Reithallen derzeit noch wie alle anderen Innenräume behandelt werden, trotz aller Argumente hinsichtlich der Größe, der Luftzirkulation und gegebenenfalls offener Seiten, gilt dies also auch dort."

Somit dürften in einer Halle von 20 x 40 m zehn Reiter unterwegs sein, solange sie sich gleichmäßig verteilen. Weiterhin sind Hygienekonzepte und die Erhebung von Kontaktdaten erforderlich. Der PSH empfiehlt, im Hygienekonzept schriftlich festzuhalten, dass bei Sport und Unterricht nicht mehr als die oben genannten Personen in der Halle oder auf dem Platz sein dürfen. Veranstaltungen, Amateurturniere und touristische Beherbergung sind nach der aktuellen Verordnung weiterhin nicht gestattet.

Vereinen, die laut Satzung noch während der Beschränkungen eine Mitgliederversammlung durchführen müssen, rät der PSH, diese zu verschieben oder durch eine Onlineversammlung beziehungsweise ein sogenanntes Umlaufverfahren (ähnlich einer Briefwahl) zu ersetzen, falls zeitnah wichtige Beschlüsse gefasst werden müssen.

nach oben