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Johanna Beckmann war in Aachen gut in Form. Foto: Fotografie Marx

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert läuten die besten Nachwuchsspringreiter die Adventszeit beim Salut-Festival in Aachen ein. Eine Woche nach den Dressurreitern kämpften sie auch in diesem Jahr in vier Altersklassen um die Siege in den Großen Preisen und die Titel der Hallenchampions. Johanna Beckmann verpasste den Titel nur knapp.

Unter den besten Nachwuchsspringreitern finden sich immer auch welche aus Schleswig-Holstein. So waren nun Johanna Beckmann, Tjade Carstensen, Thore Stieper und Mathies Rüder als starkes Team in Aachen am Start. Alle zeigten schöne Runden und kamen am Ende mit sechs Punkten auf den vierten Platz.

"Die erste Runde des Mannschaftsspringens galt auch schon als Wertung für die Hallenmeisterschaft", erzählt Annette Beckmann. Sie freute sich über die fehlerfreie Runde ihrer Tochter Johanna mit dem Westfalen Alphajet. Die zweite Qualifikation für den Großen Preis lief ebenfalls gut. Mit dem Holsteiner Wallach Chardonnay kam die 18-Jährige auf den zweiten Platz.

Für das Finale sattelte sie dann wieder Alphajet. Leider bekam das Paar im S**-Springen einen Zeitfehler und durfte somit nicht am Stechen teilnehmen. "Das war schon ein bisschen ärgerlich", gibt die Mutter zu und ergänzt: "Sie hätte die Hallenmeisterschaft vielleicht noch gewinnen können." So verpasste die mehrfache Europameisterschaftsteilnehmerin zwar knapp den Sieg, wurde aber in der Gesamtwertung Zweite und holte sich den Vizetitel.

Johanna Beckmann musste in diesem Jahr ein paar Rückschläge einstecken. So lief die Europameisterschaft nicht wie geplant und auch bei der Deutschen Meisterschaft konnte sie ihren Titel nicht verteidigen. "Aufgrund einer Verletzung hatte Alphajet damals wohl noch nicht wieder genug Kondition für eine dreitägige Meisterschaft und hatte im zweiten Umlauf des Finales zwei Fehler", erinnert sich Beckmann. Da Johanna als Führende in den zweiten Umlauf gestartet war, hätte sie eigentlich gute Chancen auf den dritten Meistertitel in Folge gehabt. Auch dass das Frankfurter Festhallenturnier nun ausfällt, passt den Beckmanns nicht so gut in die Planung. "Aachen war eine super Vorbereitung und wir wären fit gewesen", schätzt Beckmann die Lage ein.

Doch es gab auch Höhepunkte in Johannas letztem Jahr bei den Junioren. Einer davon war der Start beim Weltcupturnier im dänischen Herning. Hier übersprang sie mit ihrem Chardonnay vor voll besetzten Rängen einen 2 m hohen Steilsprung und gewann das Six-Bar-­Mächtigkeitsspringen. Durch den Sieg in einer weiteren S**-Prüfung hat sie sich außerdem für das Goldene Reitabzeichen qualifiziert, das ihr hoffentlich im Februar bei den VR Classics in Neumünster verliehen wird.

Auf die nächste Saison, dann bei den Jungen Reitern, blicken Mutter und Tochter ganz entspannt. "Wir haben eigentlich die Pferde dafür und werden versuchen mitzuhalten", sagt Annette Beckmann. Doch jetzt ist erst einmal Winterpause.

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