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Sabine Ellinger beobachtet immer wieder, dass viele Reiter ihren Körper schlecht wahrnehmen können. Foto: Christiane Slawik

Wer schief und krumm im Sattel sitzt, kann seine Hilfen nicht auf die gewünschte Art und Weise korrekt einsetzen. Trotzdem fällt vielen Reitern nicht auf, dass sie sich in einer Fehlhaltung befinden. Bekannte Dressurreiter und Ausbilder geben Tipps, wie man zu einer besseren Haltung im Sattel gelangt und so sämtliche Hilfen verständlich an das Pferd übermitteln kann.

"Kommunikation mit dem Pferd kann nur aus einem ausbalancierten Sitz funktionieren. Das gilt für das Leichttraben ebenso wie für das Aussitzen, das Schrittreiten oder das Galoppieren", sagt Dr. Britta Schöffmann. Für sie ist das korrekte Sitzen das A und O der Reitkunst. Die Autorin, die als Dressurexpertin unter anderem bei der Überarbeitung der Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) beratend tätig war, erklärt: "Fehlt die Balance, kommt es zu Sitz- und Einwirkungsfehlern wie klemmenden Beinen, klopfenden Schenkeln, verzögertem Mitschwingen oder unruhigen Zügelfäusten. Solche Fehler verhindern die optimale Kommunikation."

Auch für die Parasportlerin Regine Mispelkamp hat das Sitzen in der eigenen Balance, unabhängig von der Hand, oberste Priorität. "Das ist ganz wichtig", erklärt Mispelkamp, die nicht nur bei den Weltreiterspielen im amerikanischen Tryon im Grade V und mit der Mannschaft eine Medaille holte, sondern auch im Regelsport erfolgreich Dressurpferde bis Klasse S reitet und ausbildet. Sie fügt hinzu: "Das muss der Reitschüler lernen, damit sämtliche Lektionen und Techniken im weiteren Verlauf des Reiterlebens gelingen."

Angst kann dabei ein großes Hindernis sein. Sie hemmt den Reiter, dadurch verspannt sich der Sitz, und die Hilfengebung wird schwierig. Mispelkamp empfiehlt Sitzübungen unterschiedlichster Art. "Vielen Anfängern hilft es auch, wenn durch einfach zu beantwortende Fragen, die nichts mit der gerade ausgeführten Übung zu tun haben, der Fokus verändert wird", weiß die Ausbilderin und erklärt: "Der Reiter konzentriert sich auf die gestellten Fragen, und die Bewegung passt sich automatisch der des Pferdes an. In diesem Moment achtet der Anfänger nicht mehr so sehr darauf, was er - oft fast verzweifelt oder verbissen - umzusetzen versucht, sondern passt sich dem Rhythmus des Pferdes an."

Sabine Ellinger ist eine renommierte Ausbilderin mit einer eigenen Anlage. Sie erklärt, dass viele Reiter ihren Körper schlecht wahrnehmen könnten. "Das ist teilweise unserer schnelllebigen Zeit geschuldet. Wir möchten uns nicht zu lange mit Dingen aufhalten, es soll einfach funktionieren. Nur klappt das beim Pferd eben höchst selten", so die Trainerin.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 37/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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