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Die Sattelunterlage muss formstabil sein und darf keine Falten werfen oder beim Reiten verrutschen. Ihre Form muss der Oberlinie des Pferdes entsprechen. Foto: Helle Kleven

In einem Onlineseminar der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) erklärte Helle Kleven, Physiotherapeutin und Osteopathin für Menschen und Tiere, wie die verschiedenen Elemente der Ausrüstung mit der Biomechanik des Pferdes zusammenspielen.

Wer sich im Fachhandel nach Ausrüstung für sein Pferd umsieht, steht vor einer scheinbar unendlichen Auswahl: Halfter in bunten Mustern, mit Glitzer oder ganz schlicht, Gebisse in vielen verschiedenen Varianten, Schabracken in allen erdenklichen Farben. Die Verlockung ist groß, rein nach Optik vorzugehen und den Vierbeiner hübsch einzukleiden. Aus dem riesigen Angebot diejenigen Ausrüstungselemente auszusuchen, die der Anatomie des jeweiligen Pferdes am besten entsprechen, ist dagegen schon schwieriger.

"Früher habe ich auch viel gekauft, weil es hübsch aussah, ohne zu überlegen, ob es dem Pferd gut passt", gesteht Helle Kleven. Heute legt die Human- und Tierphysiotherapeutin und -osteopathin viel Wert auf pferdegerechte Ausrüstung. Denn von der Trense bis zum Sattelgurt wirkt sich jeder Gegenstand, mit dem das Pferd ausgestattet wird, auf seine Beweglichkeit und damit sowohl auf die Gesundheit als auch auf die Leistungsfähigkeit aus.

Um die Auswirkungen unpassender Ausrüstung auf die Biomechanik zu verdeutlichen, erläutert Kleven die relevanten Elemente der Anatomie des Pferdes, beginnend beim Skelett. Dessen Aufgabe sei es, dem Körper sowohl Halt als auch Flexibilität zu geben. Da die Knochen auf bewegliche Weise miteinander verbunden sind, werden Stöße, Vibrationen und Belastungen an andere Bereiche des Körpers weitergegeben.

"Kommt es zu starken Verspannungen, können Knochen auch schief gezogen werden. Ein Beispiel hierfür ist ein 'ausgerenkter' Wirbel. Dieser verlässt nicht wirklich seine Position, sondern wird schief, weil die Muskulatur zu fest geworden ist", erklärt die Physiotherapeutin. "Steht der Hüftbeuger unter Spannung, kann das den ganzen Beckenknochen schief ziehen", nennt sie als weiteres Beispiel. Die daraus folgenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können sich auch auf andere Körperteile auswirken. Zudem können Stöße nicht mehr gut von den unteren Gliedmaßen in andere Bereiche des Körpers abgeleitet werden, wenn das Skelett aufgrund von behindernder Ausrüstung oder zu fester Muskulatur an Flexibilität verliert.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 50/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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