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Auf dem Islandpferdegestüt Heesberg werden die Fohlen im Herdenverband und draußen geboren. Foto: Daniel Schulz

Den Fohlengeburten fiebern alle Züchter entgegen. Schließlich gibt es viele Details zu beachten, die zum komplikationsfreien Gelingen beitragen. Erfahrene Züchter haben in den Wochen vor der Geburt einen eingespielten Ablauf, um auf das besondere Ereignis vorbereitet zu sein.

Wer als Pferdebesitzer im Frühjahr auf ein Fohlen aus seiner Stute wartet, der kennt die Mischung aus angespannter Sorge und großer Vorfreude genau. Wann ist es endlich so weit? Können wir dabei sein? Haben wir an alles gedacht? Sogar diejenigen, die schon häufiger Nachzucht willkommen geheißen haben, lässt diese Zeit nicht unberührt. Schließlich erfordert sie viel Einsatz.

Normalerweise fällt die Spannung erst dann von allen Beteiligten ab, wenn das Fohlen komplikationsfrei auf die Welt gekommen ist. Hat es seine ersten Schritte in Richtung seiner Mutter gewagt, die ersten Schlucke getrunken, ist klar: Das Gröbste ist überstanden, und die durchwachten Nächte, die Vorbereitungen und Kontrollen haben sich gelohnt.

Die lange Wartezeit aufs Fohlen lässt sich gut mit Geburtsvorbereitung und Prophylaxe für die Mutterstute verbringen. Dazu zählten beispielsweise das Entwurmen und Impfen genauso wie die Versorgung mit speziellem Futter. Allerdings entscheidet jeder Züchter individuell, was er für nötig hält. Manche machen mehr, manche weniger.

Ebenso individuell wird entschieden, wo der vierbeinige Nachwuchs auf die Welt kommen soll. Drinnen oder draußen? In der Herde oder separiert von den anderen? In einigen Gestüten setzt man auf geräumige Abfohlboxen in einem eigenen, voll überwachten Stalltrakt und hält Tag und Nacht Helfer vor. Woanders verbleiben die werdenden Mütter in ihrer gewohnten Umgebung, und Menschen halten sich bewusst auf Abstand, sobald die Wehen einsetzen. Gute Ergebnisse in Form von gesunden Fohlen können beide Wege liefern – und viele andere ebenso.

Wem es im eigenen Stall an Möglichkeiten für Geburt und Aufzucht fehlt, der kann seine tragende Stute in Profihände geben. In Stutenställen wird meistens eine Rundumversorgung geboten, wozu natürlich auch die Geburtsbetreuung und die weitere Unterbringung zählen. Immer häufiger erlebt Tierarzt Dr. David Kneitz in seiner Praxis in Bargteheide, Kreis Stormarn, dass Privat- genauso wie Erstzüchter diese professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Wo auch immer das Fohlen letztendlich auf die Welt kommen soll: Wenn dafür ein Weide- oder Stallwechsel nötig ist, sollte dieser einige Wochen vor dem Geburtstermin vonstattengehen. Nur so bleibt für die Psyche und das Immunsystem der Stute eine genügend lange Zeit zur Umstellung, die unbedingt benötigt wird.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 20/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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