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Ist die Beugung des Vorderbeins wie hier nur eingeschränkt möglich, muss darauf beim Bewegen des Pferdes Rücksicht genommen werden. Foto: Dr. Kai Kreling

Bis ins hohe Alter brauchen Pferde artgerechte Bewegung, allerdings müssen die Anforderungen an den individuellen Gesundheitszustand angepasst werden. Wie Halter erkennen, worauf sie bei ihrem alten Pferd Rücksicht nehmen müssen, erklärte Tierarzt Dr. Kai Kreling bei einem Onlineseminar der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

"Das Pferd ist ein Lauftier. Bewegung ist entscheidend für seine Lebensqualität", erklärt Dr. Kai Kreling. Daran ändert sich auch mit fortschreitendem Alter nicht viel. Der Tierarzt und Leiter einer Pferdeklinik weiß, dass die meisten Pferdehalter bemüht sind, die Gesundheit ihrer Tiere auch in späteren Jahren mit angemessener Bewegung zu unterstützen: "Die älteren Pferde bleiben, wenn jüngere dazukommen. Man möchte, dass sie so lange wie möglich fit bleiben. Da spielt auch der emotionale Faktor eine Rolle." Das Trainingsprogramm müsse allerdings an die Bedürfnisse der Senioren angepasst werden.

Ab wann Pferde als "alt" gelten, lässt sich aus seiner Sicht nicht generell festlegen. "Nach orthopädischen Kriterien würde man die meisten Sportpferde ab etwa 15 Jahren zu den alten Pferden zählen, bei den Freizeitpferden ist es oft erst mit etwa 18 Jahren so weit", erklärt der gebürtige Hamburger. Auch wann ein Pferd endgültig in den Ruhestand verabschiedet werden sollte, müsse individuell entschieden werden: "Mögliche Anzeichen dafür sind, dass sich das Pferd nicht mehr gern bewegt, selbst nicht mehr sehr aktiv ist und Bewegungseinschränkungen aufweist. Der Charakter spielt dabei ebenfalls eine Rolle."

Dass Kreling seinen Fokus vor allem auf die Beweglichkeit des Pferdes legt, hat gute Gründe. Denn die gesundheitlichen Herausforderungen, die sich im Alter einstellten, seien ganz überwiegend Einschränkungen des Bewegungsapparates, seltener Atmungs- oder Verdauungsprobleme. Altersbedingte Kreislauf- und Organerkrankungen machten nur einen geringen Anteil der Fälle aus.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 19/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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