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Petra Teegen hat den neunjährigen Wallach Ibbi aus Belgien zur Pferdeklappe bringen lassen und ihm damit das Leben gerettet. Foto: Pferdeklappe

Petra Teegen von der Pferdeklappe in Norderbrarup, Kreis Schleswig-Flensburg, ist einiges gewöhnt. Bei ihr landen verwahrloste Ponys, vergessene Großpferde oder auch mal – wie vor Kurzem – Ponys mit mehr Medikamenten als Satteldecken im Gepäck. Doch was ihr im Dezember passierte, war auch für die engagierte Tierschützerin neu.

"Ein altes Sprichwort hier bei uns in Angeln lautet: Du wirst älter als 'ne Kuh und lernst immer noch dazu. Stimmt, da ist etwas dran", lacht Petra Teegen, als sie ihre neueste Geschichte beginnt. "Auch wenn ich immer wieder denke: Viel kann es nicht mehr geben, das ich noch nicht erlebt habe."

An einem Tag in diesem Dezember, als sie gerade eben im Stall fertig war und sich an ihren Schreibtisch setzte, klingelte das Telefon. Petra Teegen wunderte sich: "Nanu? Eine 00-Vorwahl?" Richtig. Der Anruf kam aus Belgien. Am anderen Ende meldete sich eine junge, sehr besorgt klingende Frau: "Bin ich dort richtig in der Pferdeklappe?" Petra Teegen bejahte und lauschte. "Wir sitzen hier im Gericht, es geht um ein Pferd. Die Besitzerin ist verunglückt und seitdem wirklich sehr krank. Sie konnte sich um das Tier nicht mehr kümmern." Die Anruferin holte tief Luft und fuhr dann fort: "Das Pferd wurde als Reitpferd in gute Hände verkauft, doch schnell stellte sich heraus, dass es nicht voll belastbar war. Man fand bei einer Röntgenuntersuchung eine Hufknorpelverknöcherung, also sollte das Tier zurück."

Petra Teegen konnte sich direkt vorstellen, dass diese Situation Probleme machte: "Eine schwer kranke Besitzerin und ihre Mutter, beide mit den Unfallfolgen überfordert, kein Geld und keine Energie für das Pferd." Und richtig, niemand wollte es haben – der Wallach wurde zum Streitpferd. Nun sollte das Gericht entscheiden. Es kam und kam zu keiner Einigung. Nur noch eine Möglichkeit gab es, dem Ganzen ein Ende zu bereiten: Es sollte das Urteil gefällt werden, dass das Pferd eingeschläfert wird.

Doch die Anruferin, eine junge Dame aus dem Gericht, erhob sich und bat um das Leben dieses Tieres: "In Deutschland gibt es doch eine Pferdeklappe. Lassen Sie mich versuchen, ob man dort hilft." Der Richter nickte, überlegte einen Moment und verkündete seinen vorläufigen Beschluss: "Sie haben eine halbe Stunde Zeit, um die vertagen wir. Und Sie klären, ob die Pferdeklappe hilft."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 52/53/2020 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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