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Wechselkleidung sollte immer dabei sein, denn manchmal geht es tiefer ins Wasser als erwartet. Foto: Imago

Die Ostseeküste gehört zu den schönsten Urlaubszielen, die Schleswig-Holstein zu bieten hat. Belebte Strandpromenaden mit Einzelhandel und Restaurants, lange Seebrücken und bunte Strandkörbe bestimmen das Bild in den modernen Ostseebädern. Auf den ersten Blick passen Reiter nicht unbedingt dazu. Dabei ist das Reiten an vielen Ostseestränden in den Herbst- und Wintermonaten durchaus erlaubt.

Die Gezeiten spielen beim Reiten an der Ostsee eine eher untergeordnete Rolle. Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser, der sogenannte Tidenhub, liegt zum Beispiel in der Lübecker Bucht nur bei etwa 30 cm, während er an der deutschen Nordseeküste bis zu 4 m betragen kann. Bei Sturm ist allerdings immer Vorsicht geboten. Einzelne Strandabschnitte, wie zum Beispiel der Bereich der Steilküste in Dahme, können dann unpassierbar werden. Auch die Unterquerung der Seebrücken in Haffkrug, Scharbeutz oder Grömitz kann bei Sturm problematisch werden.

Am Ostseestrand ist der Sandboden im Vergleich zur Nordsee häufig wesentlich tiefer und beansprucht Bänder und Sehnen der Pferdebeine stärker. Vor allem bei untrainierten oder vorgeschädigten Pferden sollten Rittdauer und Tempo dem Pferd individuell angepasst werden. Häufig ist der Boden direkt an der Wasserkante besser zu bereiten als der tiefe Sand. Solange die Wassertemperatur nicht zu niedrig ist, kann auch gut im seichten Wasser geritten werden.

Im Herbst und Winter herrscht an den Ostseestränden zwar weniger Betrieb, trotzdem können noch viele Spaziergänger und auch frei laufende Hunde unterwegs sein. Reitverbote gelten auf den Küstendünen, Deichen und Strandwällen. Viele Reiterhöfe bieten Strandritte auf Schulpferden an, zudem besteht häufig die Möglichkeit, mit dem eigenen Pferd dort Urlaub zu machen. Plant man eine Tagestour, ist es sinnvoll, sich vorab bei den zuständigen Gemeinden über die aktuellen Regeln zu informieren, da sich die Vorgaben zum Reiten am Strand regional unterscheiden und auch kurzfristig geändert werden können.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 39/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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