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Für die genaue Streckenplanung eignet sich (digitales) Kartenmaterial im Maßstab von 1:50.000 oder 1:25.000. Foto: Imago

Längere Strecken zu Pferd zurückzulegen war in früheren Zeiten völlig normal. In den 1980er Jahren wurde diese ursprüngliche Art des Reisens als Freizeitbeschäftigung neu entdeckt. Heute ist es rund um den Globus möglich, an gewerblich organisierten Wanderritten teilzunehmen. Dabei müssen nicht unbedingt fremde Länder erkundet werden – auch in Schleswig-Holstein ist Wanderreiten ein Abenteuer.

Für den ersten selbst organisierten Wanderritt ist eine gute Vorbereitung von enormer Bedeutung, damit sich der Traumritt nicht zum Albtraum entwickelt. Ein Kurzwanderritt von drei Tagen mit Tagesetappen von maximal 30 km ist für den Anfang ideal. Im ersten Moment scheint diese Strecke nicht besonders lang zu sein, schnell kommen aber ungeplante Kilometer hinzu: Vielleicht endet ein Weg plötzlich, Geländeschwierigkeiten müssen umritten werden oder man hat sich schlicht verirrt.

Eine wichtige Frage, die zuerst geklärt werden sollte, ist die Wahl des Ausgangspunkts. Wird am heimatlichen Stall gestartet oder soll das Pferd zuerst in ein schöneres Gelände transportiert werden? Hat das Pferd noch keine Routine mit dem Transport im Pferdeanhänger, ist es stressfreier, von zu Hause aus zu starten.

Für die Streckenplanung wird als Erstes eine ungefähre Route benötigt, an der die Quartiere gesucht werden. Hierfür kann auf Reiterhöfen, in Pensionsställen oder in regionalen Facebookgruppen nachgefragt werden. Auf der Internetseite der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) findet sich eine Übersicht über Wanderreitstationen. Häufig hilft es auch, die entsprechende Umgebung vorher abzufahren und vor Ort nach Quartieren zu suchen.

Für die genaue Streckenplanung eignet sich digitales Kartenmaterial im Maßstab von 1:50.000 oder 1:25.000. Die erste Tagesetappe sollte etwas kürzer als die folgenden gewählt werden, auf dem ersten Ritt etwa 20 km. Die Länge der Tagesetappen hängt außerdem von der Wegbeschaffenheit und der Höhenlage ab. Auch mit vollem Gepäck sollten die einzelnen Streckenabschnitte lieber zu kurz als zu lang geplant werden. Für 30 km wird eine Reitzeit von fünf bis sechsStunden zuzüglich Pausen gerechnet.

Schwierige Passagen wie Autobahnbrücken, Tunnel oder Ortskerne sollten möglichst umritten werden. Auch Wege, die unmittelbar neben der Autobahn oder einer Bahnlinie verlaufen, stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Soll der Wanderritt sieben Tage oder mehr umfassen, sollten pro Woche mindestens 1,5 Pausentage eingeplant werden.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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