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Zurzeit versorgt Johanna Meyer (Mitte) mit ihrem Team, Vanessa Dobrow (li.) und Elina Eggert, die Ponys wieder fast alleine. Foto: privat

Schon der erste Lockdown traf die vielen Pferdeleute in Schleswig-Holstein und Hamburg. Schulpferde mussten ohne Reitschüler versorgt werden, aufwendige Anwesenheitslisten und Hygienekonzepte wurden erstellt, Lehrgänge und Seminare konnten nicht stattfinden, und an vielen Stellen wurde das Geld knapp. Einige Reitstallbesitzer erlebten viel Rückhalt und konnten mit der Situation gut umgehen, anderen wurde die Unterstützung versagt. Wie ist es jetzt im zweiten Lockdown, und wie sind die Aussichten?

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatte die Landesregierung beschlossen, ab Mitte Dezember wieder weitreichendere Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung umzusetzen. Ähnlich wie im März befindet sich Schleswig-Holstein seitdem im Lockdown. Nun steht auch fest, dass die Beschränkungen bis mindestens Ende Januar weitergehen.

In der Verordnung heißt es: "Sportanlagen, also sämtliche Sportplätze und Hallen, sind für die Ausübung von Sport zu schließen. Dies gilt auch für Sportanlagen unter freiem Himmel." Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein (PSH) hat sich eingehend mit den vom Land verfassten Verordnungen beschäftigt und steht in Kontakt mit dem zuständigen Ministerium. Er erklärt: "Wir dürfen unsere Pferdesportanlagen nur insoweit aufsuchen, wie der Betrieb zur Erhaltung des Tierwohls notwendig ist." Die Pferde dürfen versorgt und im Rahmen der Notbewegung so geführt, longiert, geritten oder gefahren werden, wie es für ihre Gesunderhaltung notwendig ist. Ganz klar steht auf der Webseite des Landes: "Reitunterricht ist davon nicht umfasst und daher nicht möglich."

Auch auf den Reitanlagen muss jederzeit der Mindestabstand zwischen allen anwesenden Personen eingehalten werden, und Zuschauer sind nicht gestattet. Gemeinschaftsräume sind geschlossen zu halten, Gastronomie und Beherbergung sind nicht gestattet. Auch die erweiterte Maskenpflicht bleibt während des Lockdowns bestehen. "Das Führen von Anwesenheitslisten ist zurzeit nicht vorgeschrieben, es erscheint aber im Sinne einer möglichen Kontaktnachverfolgung empfehlenswert", meint Karstens.

Außerhalb der Pferdesportanlagen, also zum Beispiel im Gelände oder bei privater Pferdehaltung, gelten weiterhin die schon aus dem November bekannten Regelungen zum Sporttreiben, also dass dies nur allein, mit einer weiteren Person oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt gestattet ist. Im Rahmen dieser Regelung wäre Einzelunterricht im Gelände oder beispielsweise auf einem eigenen, privaten Reitplatz (also ohne Einsteller, Haltergemeinschaft oder Gastreiter) denkbar, da dies wie im November als Sporttreiben "mit einer weiteren Person" verstanden werden kann. "Wir bitten aber wirklich alle Pferdehalter darum, sich genauestens an die Regeln zu halten. Reiter sind noch privilegiert. Andere können ihren Sport gar nicht ausüben", macht Matthias Karstens deutlich.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 2/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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