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Niklas Jahnke setzt regelmäßig den Diodenlaser gegen Sarkoide ein – mit gutem Erfolg. Foto: Pferdeklinik Tappendorf

Bei Pferden ist das Equine Sarkoid der am häufigsten auftretende Hauttumor. Die Behandlung ist schwierig. Chirurgische Eingriffe sind wenig erfolgreich, da die Tumore häufig wiederkommen und oft große Wundstellen entstehen. Doch auch die übrigen Therapien bringen Probleme mit sich. Immer häufiger werden daher Laser für eine minimalinvasive Behandlung eingesetzt.

Es gibt sechs verschiedene Varianten des Equinen Sarkoids. "Drei davon sind nicht aggressiv, können aber dazu transformieren", erklärt Dr. Jörg-Peter Belz. Der Gründer und Leiter der Pferdeklinik Tappendorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde, ist Fachtierarzt für Pferde und weiß: "Die drei übrigen sind aggressiv und für das Pferd in der Regel sehr unangenehm, wachsen unkontrolliert und können im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen." In jedem Fall handle es sich um Hautkrebs mit Tendenz zur Tumoraktivierung und nicht, wie häufig vermutet, um harmlose Warzen.

Jedes Pferd kann sich damit infizieren. Es gibt Schätzungen, nach denen jedes zehnte Pferd an Equinen Sarkoiden leidet. Ausgelöst wird die Krankheit vermutlich durch Papillomaviren, die wohl durch Stechmücken übertragen werden. Die Viren setzen sich im Körper fest und lösen wiederkehrende Hautwucherungen aus. Diese entstehen meist an Stellen, an denen die Haut eher dünn und feucht ist.

Neben der sichtbaren Wucherung zieht sich das Sarkoid wie das Geäst eines Baumes unter der Haut weiter. Hier liegt eins der Hauptprobleme bei der Behandlung: "Man muss das Sarkoid möglichst vollständig entfernen. Oft ist das gar nicht möglich und es entstehen riesige Wundflächen. Da sie meist an Stellen liegen, an denen die Haut auf Spannung ist, gehen regelmäßig die Nähte wieder auf", weiß Belz. Doch selbst wenn die Wunde gut abheilt: "Meist kehren die Wucherungen in einer aggressiveren Form zurück", hat der Fachtierarzt beobachtet und resümiert: "Die chirurgische Entfernung ist also nicht unbedingt die Behandlung der Wahl."

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 48/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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