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Neele Koblitz ist die Erfinderin der Panikschlaufe. Sie hat alle Exemplare selbst von Hand gefertigt. Foto: privat

Mit einem Ring aus Kunstfasern möchte Neele Koblitz für mehr Sicherheit beim Anbinden sorgen. Die Entwicklerin von Reitsportartikeln aus Nordhastedt, Kreis Dithmarschen, fertigt jedes Exemplar von Hand und hat noch viel vor.

Es gibt Pferde, die sich nicht gern anbinden lassen oder es nie richtig gelernt haben. Im schlimmsten Fall laufen die Tiere nach hinten und "hängen" sich an Strick und Halfter auf. Spätestens dann gerät wohl jedes Pferd in Panik und kann sich im schlimmsten Fall überschlagen. Daher haben Halfter Sollbruchstellen, und Stricke sollten mit Panikhaken ausgestattet sein. Der Nachteil des Panikhakens ist jedoch, dass er wenig flexibel ist. Während er sich in älteren Versionen oft zu schnell öffnete, etwa wenn ein Pferd ruckartig stehen bleibt, lässt er sich in echten Gefahrensituationen, wenn der Verschluss unter großer Spannung steht, nicht mehr einfach öffnen. So reißt oft eher der Strick, als dass sich der Haken öffnet, was für das Pferd Verletzungspotenzial bedeutet.

Neele Koblitz fand daher, es sei an der Zeit, hier Abhilfe zu schaffen. Die Industrie- und Interfacedesignerin ist selbst leidenschaftliche Reiterin und wollte schon immer Reitsportartikel designen. Während ihres Studiums in Kiel lernte sie die nötigen Methoden, um für Probleme Lösungen zu finden. "Also war schnell eine Art Kriterienkatalog geschrieben", lacht Koblitz, die mittlerweile in Nordhastedt, Kreis Dithmarschen, lebt.

Ihre Panikschlaufe wird am Halfterring angebracht, wo sonst der Führstrick eingehakt wird. Dieser wiederum wird nun an der Panikschlaufe befestigt. Auch am Anbindering lässt sich die Panikschlaufe als Zwischenglied anbringen. Gerade bei nervösen und noch jungen, unerfahrenen Pferden erfüllt der kleine, bunte Ring einen wichtigen Zweck: Wenn das Pferd übermäßig daran reißt, löst sich die Schlaufe von selbst. Außerdem ist der Pferdehalter vom Boden aus in der Lage, den Anbindestrick mit einem einzigen, einfachen Griff zu lösen, wenn das Pferd sich erschreckt beziehungsweise in Panik gerät.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 3/2021 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

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