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Kurz vor Beginn der Norla laufen am Donnerstagmorgen die letzten Vorbereitungen am Grünen Kamp in Rendsburg. Foto: Julian Haase

Mechthilde Becker-Weigel Foto: Archiv

Nach einem Stillstand von fast 15 Monaten mit kurzer Unterbrechung im Herbst 2020 finden in Deutschland seit Ende Juni 2021 wieder Messen statt. Auf der Vermisstenliste der Pandemie standen auch die Agrarmessen. Eine nach der anderen wurde abgesagt im vorigen Jahr. Jetzt erlaubt die Entwicklung im Land wieder eine Rückkehr ins öffentliche Leben.

Einiges hat sich geändert, seit der vorigen Norla 2019. Eintrittskarten für die Messe kann man diesmal nur online bestellen, das gilt auch für die Veranstaltungen der Landesbauernwoche, außerdem greift ein strenges Hygienekonzept auf dem gesamten Gelände. Für die Besucher gelten die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) und die 3G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet).

Gutes bleibt auch nach einem Jahr Auszeit: 390 Aussteller werden ihre Innovationen für Agrartechnik, Pflanzenbau, Tierzucht und Tierhaltung, Erneuerbaren Energien, Kommunaltechnik, Gartenbau, Forst und Jagd präsentieren. Einige Bereiche müssen jedoch Abstriche machen. Das trifft die Landtechnikunternehmen, die aktuell mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen und Vorführmaschinen in den Ernteeinsatz geschickt haben. Deshalb kann teilweise nicht das volle Programm präsentiert werden. Das geht bis zu den LandFrauen, die aufgrund der Auflagen erstmals kein Café auf der Norla betreiben werden. Dafür wird es Aktionen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung geben.

Es ist für jeden etwas dabei. Die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Tierzüchter als Interessenvertretung der Züchter im Lande wird ihre 32. Landestierschau auf dem Messegelände durchführen. Der Landesbauerntag wird erstmals gestreamt und auf einer Leinwand vor dem Gebäude übertragen, weil nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist.

Die Messe wird wieder ein lebendiger Ort für den Austausch unter Berufskollegen. Themen gibt es genug. Seit der vorigen Norla hat sich viel getan. Die Pandemie hat Spuren in den Märkten hinterlassen, das hat vor allem die Schweinehalter stark getroffen. Die Milchviehhalter entwickeln neue Strategien für ihr Produkt mit der Branchenkommunikation Milch. Bei den Ackerbauern wird die Getreideernte noch im Vordergrund stehen, die vielleicht in diesen Tagen erst abgeschlossen wird. Nach monatelanger Pause ist die Freude auf die Rückkehr in ein Stück Normalität sehr groß.

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