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Referent beim Agrarausschuss war Felix Strothmeyer (oben r.). Foto: ljv

Um Personalgewinnung und -bindung ging es beim jüngsten Onlineagrarausschuss, ein Thema, das in der Landwirtschaft immer wichtiger ist, da der Wettbewerb um Mitarbeiter größer wird. Das zeigte auch das große Interesse an der zweiten Onlineveranstaltung des Agrarausschusses mit 36 Teilnehmenden.

Für das digitale Treffen konnte Felix Strothmeyer von Farmconnect als Referent gewonnen werden. Er stammt selbst von einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Schweinemast und Ackerbau aus Niedersachsen. Neben seinem Agrarwirtschaftsstudium in Osnabrück hat er bereits als Werkstudent bei Farmconnect gearbeitet und stieg 2019 als Teilhaber ins Unternehmen ein. Farmconnect ist eine Personalvermittlungsfirma für landwirtschaftliche Großbetriebe und vermittelt Stellenangebote für potenzielle Bewerber an die Betriebe. Schwerpunkt ist die Vermittlung, dazu kommt noch der beratende Ansatz. Im Vorwege werden Betriebe und Bewerber genau ausgewählt. Ebenso ist das Begleiten der Anfangszeit auf den Betrieben nach einer erfolgreichen Vermittlung mit im Programm enthalten. Dafür werden in regelmäßigen Abständen Gespräche mit Betriebsleitern und Mitarbeitern geführt.

Mit eindringlichen Worten: "Auch wenn immer weniger Menschen auf landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten, werden sie händeringend gesucht", machte Felix Strothmeyer allen Teilnehmern klar, dass Personalgewinnung und -bindung auch auf landwirtschaftlichen Betrieben an Bedeutung gewinnt. Die Grafiken seiner Präsentation unterstützten diese Aussage. So hat sich die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft von 1991 bis heute mehr als halbiert. Das liege zum einen am sogenannten Höfesterben und an der zunehmenden Automatisierung, aber zum anderen auch daran, dass Berufe im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft immer interessanter würden und oft ansprechender seien, so der Referent. Eine weitere Abbildung machte deutlich, dass nur 12 % der Absolventen des Studiengangs Agrarwirtschaft in die Landwirtschaft einsteigen, alle anderen gehen anschließend in den vor- oder nachgelagerten Bereich.

Um junge Menschen für die Landwirtschaft zu gewinnen, empfahl Strothmeyer, die intrinsische (innere) Motivation zu fördern. Dies könne gelingen, indem man auf Wünsche und Ideen von Mitarbeitern eingehe. Das sei auch hilfreich, um die Motivation der Mitarbeiter durchgehend hoch zu halten.

 

Den kompletten Beitrag findest du in der Bauernblattausgabe 14/2021 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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