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Gigantisches Rohwarenlager auf dem Gelände des Futterwerks HaBeMa. Foto: Jasmin Untiedt

"7.30 Uhr, Treffen Kropper Busch", hieß es im November endlich wieder. Es ging auf eine viertägige Agrarexkursion. Diesmal war die Agrarmetropole Hamburg das Ziel.

Als alle im Bus waren, gab's aber erst mal die weniger guten Nachrichten, denn aufgrund der Corona-Pandemie waren einige Betriebsbesichtigungen abgesagt worden und ein Alternativprogramm musste her. Anstelle von ADM, der Hamburger Aktiengesellschaft, die zur Archer Daniels Midland Company gehört, und Gemüsegroßmarkt standen nun ein Hamburger Mutterkuhhalter mit Lohnunternehmen und Pferdepensionshaltung sowie der größte Milchviehbetrieb Hamburgs mit neuem Kuhstall und Melkhaus auf dem Programm. Die Landjugendlichen nahmen die Nachrichten locker und freuten sich auch mit diesem Programm auf die kommenden Tage.

Das vielseitig ausgearbeitete Programm begann mit einer Besichtigung der Baumschule Reinke im Kreis Pinneberg. Der junge Betriebsleiter Nils Reinke stellte vor der Besichtigung fest, dass bisher noch keiner der Teilnehmenden Berührungspunkte mit dem Konzept von Baumschulen gehabt hatte. Bei der Baumschule der Familie Reinke handelt es sich um eine Forstbaumschule, darunter versteht man eine spezielle Form von Baumschule, die sich mit dem Aufziehen von Sträuchern und Bäumen für die Forstnutzung befasst. Die Besonderheit ist, dass die Pflanzen in einem Quickpot wachsen. Dabei handelt es sich um einen Pflanztopf, dessen besondere Bauweise den Wurzeldurchwuchs verhindert und eine bessere Belüftung sowie einen Wasserabzug ermöglicht.

Anschließend ging es nach Hamburg zur Hafenrundfahrt mit Informationen zu an den Containerterminals ansässigen Agrarunternehmen, zum Wirtschaftsfaktor Hafen, aber auch zu Hamburger Promis.

Der zweite Tag begann mit der Besichtigung des Futterwerks HaBeMa - für viel Teilnehmer das Highlight der Agrarexkursion. Durch eine Präsentation am Anfang des Besuchs wurde den Teilnehmern bewusst, mit welchem Aufwand es verbunden ist, ein Containerschiff im Hamburger Hafen zu be- und entladen. Allein das Entladen dauert elf Tage. Das Anlegen kostet einen Tag und 14.000 US$. Während eines Betriebsrundgangs bekamen die Teilnehmer Einblicke in die Misch­futterproduktion, die Lagerung von Rohwaren und das Be- und Entladen von Schiffen, Lkw und Zügen. An den Abenden wurde das Nachtleben in Hamburg ausgiebig getestet und besonders die Kultkneipe "Silbersack" für gut befunden.

Auf dem Tagesprogramm standen weiter ein Gemüsebaubetrieb und eine Fischzucht sowie ein Besuch des interaktiven Museums Discovery-Dock. Hierbei konnten die Teilnehmer den Hamburger Hafen mit Werft, Containerumschlagplatz, Zoll und Containerbrücke interaktiv erkunden. Zudem gab es interessante Kurzfilme zur Geschichte Hamburgs und zur globalen Bedeutung des Hamburger Hafens.

 

Den vollständigen Beitrag lest ihr in der Bauernblattausgabe 49/2021 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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