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Auch die Strandkörbe am Deich am Südufer der Insel sind verwaist. Foto: Jane Friederike Tedsen

Landjugend verbindet, doch wie geht das eigentlich, wenn durch die Pandemie Kontaktverbote eingeschränkt werden? Wie erleben Mitglieder der Landjugend diese Zeit? Heute berichtet Jane Friederike Tedsen von der Landjugendgruppe der Insel Pellworm, wie die Einschränkungen durch das Corona-Virus auch auf der Nordseeinsel zu spüren sind.

Pellworm ist eine 37 km² große Insel, die hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Tourismus geprägt ist. Es werden hier noch 36 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaftet, darunter der Milchviehbetrieb meiner Eltern. Man könnte meinen, dass wir aufgrund unserer abgeschotteten Lage von den Problemen der Corona-Krise nichts spüren. Abgesehen von der Milchpreissenkung trifft dieses aus landwirtschaftlicher Sicht fast zu. Bezüglich des Lieferverkehrs gibt es trotz der Corona-Krise keine Einschränkungen. Unsere Milch kann weiter abgeholt werden, und der Landhandel darf Futtermittel oder Sonstiges auf die Insel bringen.

Durch die Insellage hat sich für die Landwirtschaft der Tourismus als Nebenerwerb entwickelt. Die landwirtschaftliche Nutzfläche auf der Insel ist begrenzt, und das immer größer werdende Gänseproblem belastet die Landwirtschaft stark. Ein Gänseschwarm aus Zig­tausenden Vögeln kann nur die Touristen begeistern, nicht die Landwirte. Viele betreiben einen Nebenerwerb, meist in Form von touristischen Angeboten. Meine Eltern vermieten zum Beispiel Ferienwohnungen. Also ist es falsch zu sagen, dass wir Insulaner nichts von der Corona-Krise spürten. Denn alle Ferienwohnungen stehen nun leer. Seit dem 16. März ist Pellworm für Personen, die nicht den Erstwohnsitz auf der Insel haben, gesperrt.

Somit kommt es zu starken finanziellen Einbußen, da gerade über Ostern die Ferienwohnungen oder Hotels wieder komplett ausgebucht gewesen wären. Die Restaurants, Cafés, Geschäfte und Vermietungsbetriebe hätten nun nach einer langen Winterpause wieder durchgängig geöffnet, doch die Türen sind verschlossen. Viele Arbeitskräfte aus diesem Bereich, ob es nun Köche sind oder Putzkräfte, sind nun vorerst arbeitslos und ohne wirkliche Einnahmequelle.

Den kompletten Beitrag findest du in der Bauernblattausgabe 19/2020 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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