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117 km lang führt die virtuelle Radtour durch den Kreis Ostholstein und macht Stationen an Betrieben, die mit der Landjugend verbunden sind. Foto: Isabell Einfeldt

Jahreshauptversammlung der Landjugendgruppe Neustadt in Holstein Ende Januar, der neue Vorstand steht, die erste Vorstandssitzung dann Anfang Februar. Die Planung des Jahres beginnt, Ideen über Ideen, Neues und Altbewährtes geben sich im groben Programm die Hand. Wie jedes Jahr wird das größte Augenmerk zunächst auf die Scheunenfete in Stendorf gelegt, die jedes Jahr am letzten Aprilwochenende die Saison einläutet und immer mit das größte Highlight im Jahr ist. Vorher kommen noch einige kleinere Veranstaltungen wie Kartfahren, Bowling, Tanzkurs und Knoten­tanzkurs. Und dann sollte alles anders kommen ...

Tja, so weit die Planung. Du machst Pläne, und das Leben lacht. So geht es in diesem Jahr wohl allen Landjugendgruppen und auch allen anderen Organisationen. Anfang des Jahres haben wir noch für die Landwirtschaft demonstriert, nicht ahnend, dass einige Monate später tatsächlich alles lahmgelegt wird, was nicht systemrelevant ist. Covid-19 legt kurzerhand alles flach. Das öffentliche Leben wird langsam eingeschränkt, die Kurzarbeit trifft den einen oder anderen, ein Umdenken und Umstrukturieren des täglichen Lebens setzt ein. Am 14. März fand noch unser Knotentanzkurs statt, damals scherzten wir in den Pausen über all das, was inzwischen an der Tagesordnung ist.

Es wurde noch herzlich begrüßt und gemunkelt, ob der letzte Abend des Tanzkurses in der Folgewoche noch stattfinden würde. Einige Tage später beschließt der Vorstand, alles einzufrieren und nichts mehr zu unternehmen. Zu unsicher, zu riskant und vor allem zu leichtsinnig. Auch möchten die Vorsitzenden nicht indirekt dafür verantwortlich sein, wenn sich jemand infiziert. So fiel auch unsere heiß ersehnte Scheunenfete aus.

Ein wenig stressiger April für den Vorstand also, aber was nun? Weitere Programmpunkte im Real Life brauchen vorerst auch nicht geplant zu werden, alles zu ungewiss. Ideen über Ideen für nach Covid-19 gibt es genug, dennoch muss auch jetzt das Landjugendleben weitergehen, sind sich die Vorsitzenden einig.

Nach einigem Hin und Her die Idee für jetzt: eine Tour de Raps! Wie vor ein paar Jahren mit dem Fahrrad unternommen, nur dieses Mal im Onlineformat. Und weil wir nicht auf Kondition, intakte Fahrräder oder E-Bikes angewiesen sind, lassen wir die Tour doch einfach mal größer ausfallen: einmal quer durch unser schönes Ostholstein! Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen und die Teilnehmer zu animieren dabeizubleiben, überlegt Isabell Einfeldt: "Lasst uns doch einfach alle Landjugendbetriebe vorstellen und die Route dann so legen, dass wir jeden Tag einen Stopp bei einem Landjugendmitglied oder dem Betrieb seiner Familie machen!" Vorgestellt wird jeder, der sich auf den Aufruf in der Landjugend-WhatsApp-Gruppe meldet und eine kurze Darstellung seines Betriebes schreibt – egal ob Landwirt, Dachdecker, Gastronom oder Berufsausstatter.

Den kompletten Beitrag findest du in der Bauernblattausgabe 21/2020 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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