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Gar nicht so einfach: Ein Zollstock, der von jedem nur mit einem Finger berührt werden durfte, musste geminschaftlich auf dem Boden abgelegt werden. Foto: ljv

Nach einem digitalen Wochenendseminar im April startete nun das Rund um die Landjugend-Seminar (RudL) in die zweite Runde. Bei bestem Wetter ging es in die Jugendherberge Büsum. Neben Themen wie Versicherung und Haftung stand dort auch endlich ein Kennenlernen von Angesicht zu Angesicht im Vordergrund.

Für die Anreise musste zunächst noch der Ferienstau nach Büsum überstanden werden, danach folgte ein informativer Vortrag über Recht und Haftung von Rechtsanwalt Marc Raters. Dabei konnten alle auf die Laju bezogenen Fragen geklärt und besprochen werden. Um das Wetter nach dem ersten Vortrag noch auszunutzen, ging es mit der gesamten Gruppe an den Hafen. Dort hatten alle die Hoffnung, ein Naturphänomen mit leuchtenden Algen in der Nordsee zu erblicken, das nach einem Hitzetag auftreten kann, aber an diesem Abend gab es das Leuchten dann eher über dem Wasser. Mit Blitzen kündigte sich ein Gewitter an, und wir waren gerade noch trocken in der Jugendherberge zurück.

Am nächsten Tag folgte das Thema Versicherung. Anne Kutsche, Versicherungskauffrau und ehemalige Vorsitzende des Kreislandjugendverbandes Dithmarschen, konnte dabei hilfreiche Tipps zu nützlichen Versicherungen für Gruppenabende oder für die eigenen Scheunenfeten geben. Beim Thema Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen durften die Teilnehmer auch selbst aus ihrer eigenen Kindheit erzählen. Vor dem Seminar war jedem aufgetragen worden, einen Gegenstand oder ein Foto mitzubringen, dass an die eigene Kindheit erinnert. Stofftiere, Fotoalben und Kassetten hielten Einzug in die Runde und die Geschichten brachten die Gruppe nochmal einander etwas näher.

Der strahlende Sonnenschein wurde in der Mittagspause genutzt, um gemeinsam Pommes am Hafen zu essen. Danach war die Gruppe gefordert, sich in einem Kooperationsspiel zu beweisen. Ein Zollstock, der von jedem nur mit einem Finger berührt werden durfte, musste gemeinschaftlich auf dem Boden abgelegt werden. Die Aufgabe klang leichter als gedacht. Aber mit gemeinschaftlicher Koordination gelang es, den Zollstock auf dem Boden abzulegen. Beim gemeinsamen Spiel kam auch heraus, wer in der Gruppe gerne mal den Ton angibt und wer sich eher zurückhält. Diese Erkenntnis passte auch zur nächsten Einheit, in der Kea über Rollen in Gruppen und Gruppenphasen aufklärte. Anschließend war die Kreativität der Teilnehmenden gefragt. Ziel war es, für eine zugeloste Gruppenrolle eine Collage mithilfe von bunten Stiften und Zeitschriften zu erstellen. Was Planungsgeschick in der Landjugend heißt, durfte unter Beweis gestellt werden, als es galt für verschiedene Jahreszeiten Landjugendprogrammpunkte zu planen. So wurden fiktiv ein Eishockeyturnier auf dem Fahrendorfer Dorfteich, Fahrradringstechen in Welt oder eine Beachparty in Kröppelshagen geplant. Natürlich durfte auch der Klassiker, Scheunenfete im Frühling, nicht fehlen. Das Fußball-Fieber ging auch an der RudL-Herde nicht spurlos vorbei. Zum Anstoß wurde eine kleine Pause für die Freunde des Rasenballsports eingelegt, andere wagten in dieser Zeit einen Sprung in die Nordsee. Am Abend hatte das Teamer-Team (Florian Kruse, Marlies Muxfeldt, Kea Lausen) noch einen geheimen Auftrag für die Seminargruppe. Florian erzählte ihnen, dass sie als Gruppe für ein geheimes Projekt von SpaceX-Gründer Elon Musk auserwählt wurden. Ihre Aufgabe war es, ein sicheres Raumschiff für besondere Astronauten zu bauen. Diese Astronauten waren Eier mit dem Namen Eggbert. Mit Luftballons, Strohhalmen, Küchenpapier und viel Tesafilm entstanden kreative Flugobjekte, nicht einmal ein Sturz aus 4 m Höhe konnte den Eggberts etwas anhaben. Mission erfüllt!

Am Sonntag folgte noch der wichtige Baustein innerhalb der Juleica-Ausbildung: Kindeswohlgefährdung und sexualisierte Gewalt. Hier stand vor allem die Sensibilisierung für dieses ernste Thema im Fokus. Das nächste RudL-Wochenende steht dann Ende September im Zeichen des geheimen Praxisprojekts.

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