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Auf der BDL-Bundesmitgliederversammlung am Wochenende wurde das Positionspapier einstimmig beschlossen. Foto: BDL/Gräschke

Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) ruft den landwirtschaftlichen Berufsstand auf, Fehlverhalten in den eigenen Reihen entschlossen entgegenzutreten. Er warnt vor falscher Solidarität mit rechtswidrigen und nicht fachgerechten Handlungen. "Wer Missstände durch Schweigen mitträgt, macht sich passiv mitschuldig", heißt es in dem Positionspapier zum Umgang mit Fehlverhalten in der Landwirtschaft, das die BDL-Bundesmitgliederversammlung einstimmig beschlossen hat.

"Um das klarzustellen: Tierhalter sind keine Tierquäler. Ganz im Gegenteil: Ein gut ausgebildeter Landwirt lebt im wahrsten Sinne des Wortes für seine Tiere. Nur wenn es ihnen gut geht, geht es auch dem Landwirt gut", so der stellvertretende BDL-Vorsitzende Stefan Schmidt.

Natürlich brauche es Mut, das Fehlverhalten von Berufskollegen anzusprechen. "Doch Missstände müssen benannt werden, um die hohe Qualität der Landwirtschaft zu gewährleisten und dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Aus diesem Grund sollte es Möglichkeiten für Landwirte geben, anonym Rat einzuholen und Fehlverhalten zu melden", fordert der BDL. Dem Verband sei es zudem wichtig, Themen wie Überforderung, Burn-out und Depressionen in der Landwirtschaft zu enttabuisieren und verstärkt Beratungsstellen und Unterstützungsmaßnahmen anzubieten. Der BDL plane selbst, sich intensiver mit der Thematik psychosozialer Unterstützungsleistungen zu beschäftigen, heißt es in dem Papier. In diesem werden auch Einbrüche in Tierställe und das Beschaffen illegalen Bildmaterials abgelehnt.

"Wichtig ist, dass allen klar ist: Fehlverhalten in der Landwirtschaft ist nicht tolerierbar. Die deutliche Abgrenzung ist wichtig, um die Landwirtschaft so mitzugestalten, dass sie von den Menschen in unserer Gesellschaft anerkannt und akzeptiert wird", sagt BDL-Vize Schmidt.

Das Positionspapier zum Umgang mit Fehlverhalten in der Landwirtschaft finden Sie hier.

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