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60 Landjugendliche aus ganz Schleswig-Holsteiin kamen zur Betriebsbesichtigung. Foto: ljv

Die Rosémast ist im Aufschwung und die Nachfrage nach diesen Fleischprodukten steigt. Aus diesem Grund hat sich der Agrarausschuss des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein dazu entschlossen, den Rosémastbetrieb der Familie Wohlert in Silberstedt zu besuchen. Dass das Interesse riesig ist, zeigte sich an diesem Abend, denn es kamen mehr als 60 Landjugendliche aus ganz Schleswig-Holstein auf den Betrieb.

Zunächst gab es eine kurze Vorstellungsrunde und im Anschluss startete die Betriebsbesichtigung mit Betriebsleiter Nico Wohlert, seiner Ehefrau und ihren Töchtern. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 270 ha Fläche, wovon 200 ha ackerbaulich genutzt werden. Bis auf den Pflanzenschutz und die Düngergabe werden externe Lohn­unternehmen für die Bewirtschaftung engagiert. Über die Sommermonate stehen noch etwa 200 Weidetiere auf Eiderstedter Weideland. Auf dem Betrieb in Silberstedt sind aktuell 3.240 Masttiere und pro Jahr werden 5.000 Tiere gemästet. Auf den Dächern der Ställe wird zudem mit einer 1-MW-Anlage Photovoltaik betrieben.

Von der Größe dieses Betriebes beeindruckt erhielten die Lajus in jeden Stall Einblick und bekamen all ihre Fragen beantwortet.

Der Betrieb kauft in der Regel ausschließlich schwarzbunte Holstein-Friesian-Kälber mit einem Gewicht von 58 bis 62 kg aus Schleswig-Holstein an. In den ersten drei Wochen werden diese aus hygienischen Gründen in Einzelboxen auf Gummimatten gehalten. Das Zeitmanagement spielt in dem Betrieb von Familie Wohlert ebenfalls eine wichtige Rolle. Beispielsweise schafft es ein Angestellter, 1.080 Kälber mit dem Milchtaxi innerhalb einer guten Stunde mit Milch zu versorgen. Die Aufstallung der Kälber erfolgt innerhalb von 24 Stunden. Die Gruppengröße beträgt 360 Tiere. Damit das Fleisch der Kälber auch als Roséfleisch verkauft werden kann, erhalten die Kälber mit zunehmendem Alter eine Totalmischration (TMR), die Maissilage, Kraftfutter und etwas Stroh enthält. In der Endmast erreichen die Tiere auf dem Betrieb tägliche Zunahmen von bis zu 2.000 g. Im Durchschnitt der Mastdauer schaffen die Kälber Zunahmen von 1.300 bis 1.400 g je Tag. Mit einer Ausschlachtung von 51 % und einem Schlachtgewicht von knapp 180 kg werden gute Ergebnisse erzielt. Der Schlachtpreis liegt aktuell bei über 4 €/kg, doch Wohlert betonte, dass die Tiere auf keinen Fall älter als 239 Tage werden dürften, da das Fleisch ansonsten nicht als Kalbfleisch verkauft werden könne.

 

Den vollständigen Beitrag lest ihr in der Bauernblattausgabe 45/2021 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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