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Die Gruppe versammelt sich unter der Erntekrone im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Foto: Landjugendverband

Der Kreislandjugendverband (KLV) Rendsburg-Eckernförde überreichte in diesem Jahr die Erntekrone an den schleswig-holsteinischen Landtag. Gemeinsam zogen Landjugendliche mit Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) und Abgeordneten die schön gebundene Krone nach oben.

In diesem Jahr kam das Getreide für die Erntekrone – Gerste, Roggen, Weizen, Hafer und Dinkel – aus unterschiedlichen Regionen im Kreis. Beim Binden nahmen Johanna Wieck, zweite Vorsitzende des KLV Rendsburg-Eckernförde, und Merle Sönksen vom KLV Nordfriesland das Kommando in die Hand und sagten dem Vorstand, was ihnen angereicht werden sollte. Nach vier amüsanten Stunden war die schöne Erntekrone fertig.

Bevor es zur Übergabe kam, hatten wir die Möglichkeit, als Besucher an einer Plenarsitzung des Landtags teilzunehmen. Danach fand im Sitzungssaal ein Austausch zwischen Landjugendlichen und Politikern statt. Cindy Winter und Leif-Barne Martens, die beiden ersten Vorsitzenden des KLV Rendsburg-Eckernförde, hielten einen Impulsvortrag über die Jugendverbände im ländlichen Raum. Durch die starken Einschränkungen von Corona könnte es dazu führen, dass Mitglieder die Gruppen verließen und die Wichtigkeit von Landjugend nicht mehr zu schätzen wüssten, befürchteten sie. Da viele Jugendliche die Landjugend sowohl zu Freizeitgestaltungen nutzen als auch sich dort als Ehrenamtliche für das Gemeinwohl engagieren, sei es wichtig, dass die Lajus während und nach der Pandemie von der Politik nicht vergessen würden. Denn wenn es keine Verbände mehr im ländlichen Raum gebe, gebe es auch bald keine attraktiven Aktivitäten und Bleibeperspektiven für junge Menschen auf dem Land. "Wir sind die Jugend, die für den Erhalt des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft kämpft, an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirkt und der Politik gegenüber gesprächsbereit ist", so das Statement der Vorsitzenden.

Im Anschluss fand eine Diskussion über die Förderung der Junglandwirte, über die neue Düngeverordnung und über die Afrikanische Schweinepest statt. Die Abgeordneten Heiner Rickers (CDU), Bernd Voss (Grüne) und Anita Klahn (FDP) zeigten an den Fragen und Anregungen der Landjugendlichen starkes Interesse. Am Ende des Abends bedankten sich die Abgeordneten bei ihnen und forderten sie auf, weiterhin ihre Meinungen zu vertreten.

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