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Eine Anregung, Plastikmüll wie Frischhaltefolie einzusparen, waren die abwischbaren Wachsbienentücher, die man auch selbst aus Stofftüchern und Bienenwachs herstellen kann. Foto: Hanna Kühl

Wohin geht der Abfall und wie können wir weniger davon in Umlauf bringen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die 60 Teilnehmenden beim Onlineabend "Nachhaltigkeit im Alltag". Aus der spontanen Idee, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen, wurde kurzerhand ein Kooperationsabend zwischen dem Landjugendverband und dem LandFrauenverband Schleswig-Holstein.

Jeder von uns kennt die Frage "Was gehört in welchen Mülleimer?". Bei einigen Abfällen ist die Entscheidung leicht, bei anderen führt es eher zu Kopfzerbrechen. Frauke Eysell von der Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg klärte über das Trennen des Mülls auf und gab Einblicke, wie die Reise für den Abfall nach der Mülltonne weitergeht. Am Beispiel Bioabfall zeigte sie eindrücklich, dass nicht alles in der richtigen Tonne landet. Zwar sei das in der Vergangenheit dank verschiedener Aufklärungskampagnen besser geworden, dennoch finde man dort immer wieder Elektrogeräte, Verpackungsmüll von Lebensmitteln und Fertiggerichten sowie Flaschen oder auch Windeln. Kaum zu glauben, aber wahr.

Zudem gelangten auch immer wieder sogenannte kompostierbare plastikähnliche Mülltüten, die aus Maisstärke bestehen, in der grünen Tonne. Prinzipiell lasse sich diese Tüte kompostieren, es dauere aber deutlich länger als beim eigentlichen Bioabfall, sodass sie zerkleinert im Kompost lande, der wiederum auf den landwirtschaftlichen Flächen und in Gärten ausgebracht werde, erklärte die Fachfrau. "Nehmen Sie gerne Altpapiertüten oder spülen den Bioeimer kurz mit Wasser aus", empfahl sie.

Am besten weniger Müll

Im gelben Sack sei eine Vielzahl an verschiedenen Kunststoffen zu finden, von denen einige geeignet seien, zu Recyclat verarbeitet zu werden. Diese fänden dann ihren Weg zurück in den Verpackungskreislauf zum Beispiel als Shampooflasche oder Gartenbank. Für andere bleibe nur das Verbrennen als Option übrig. "Nur 16 Prozent unseres Plastikmülls werden recycelt", so Frauke Eysell. Dies liege hauptsächlich daran, dass neu produzierte Kunststoffe im Vergleich günstiger seien. Trotz erhöhter Anforderungen an den Abfall seitens der Importländer für Abfallprodukte gehört Deutschland weiterhin zu den größten Müllexporteuren weltweit.

 

Den kompletten Beitrag findest du in der Bauernblattausgabe 12/2021 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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